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Sonderseiten im Rahmen der WEA-Windpark-Diskussion Zeller Blauen - Neuenweg  
 
Dreistufiges Schanzen-, Redan- & Sperrgraben-System am Zeller Blauen
Die große Himmelsbach-Hüttenbach-Sicherung
Exemplarisches Beispiel für die strategische Bedeutung von Bachläufen
 
Die Schanzanlagen der sog. "Vorderen Linie" werden laufend untersucht. Da das zu erforschende Areal sehr weitläufig ist, ist es wichtig, alle Anlagen sehr intensiv und weiträumig zu begehen. Nur so lassen sich alle Bereiche richtig zu- und einordnen und damit auch fachlich wie auch taktisch-strategisch richtig interpretieren. Wie auch in Neuenweg sind auch am Zeller Blauen aktuell laufende Untersuchungen in der Lage, immer neue Details zu erkennen. Beide Anlagen sind - so das aktuelle Bild - tatsächlich wesentlich größer und terrainmäßig ausgedehnter als bislang in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Hier als exemplarisches Beispiel die Wüstmatt-Schanze auf den südlichen und südwestlichen Bergflanken des Zeller Blauen. Und territoriale wie auch konfessionelle Grenze zwischen dem habsburgischen Reich , also dem katholischen Vorderösterreich und der evangelischen Markgrafschaft Baden. Und ein beeindruckendes, exemplarisches Beispiel für die strategische Bedeutung von Bachläufen.
 
Landesarchiv_Baden-Wuerttemberg_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._9,_1_Bild_1_(4-467657-1), Grafik Werner Störk 2019
 
Historische Karte von Blauen und Unterblauen (Ausschnitt): H-1 Nr. 9, 2, Adelsberg (Stadt Zell im Wiesental LÖ), Atzenbach, Blauen, Riedichen und Zell im Wiesental und  Atzenbach Stand 1901, .Adelsberg und Blauen Stand 1902, Zell im Wiesental Stand 1903, Riedichen Stand 1904, Druck 1905 . Mit den drei eingezeichneten Schanzenstandorte (gelb) und dem nicht vollständig dargestellten Sperrgraben der Wüstmatt-Schanze (weiße Pfeile) sowie dem erst  durch Hans Fräulin wiederentdeckte Schanzenstandort "Eckle" (roter Pfeil) südlich der Gemeinde Blauen bzw. Unterblauen.
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019,     
Die strategisch wichtige Raumschaft zwischen Kleinem und Großem Wiesental, zwischen Zell und Tegernau bis Bürchau
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019       
Die wichtigsten Zugangsbereiche zur jeweiligen Raumschaft.
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019        
Die wichtige historische Verbindungsroute vom katholisch-vorderösterreichischen Zell
 ins evangelisch-markgräfliche Kleine Wiesental.
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019,      
Die wichtige historische Verbindungsroute vom katholisch-vorderösterreichischen Zell
ins evangelisch-markgräfliche Kleine Wiesental.
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019         
Die wichtige historische Verbindungsroute (gelb)vom katholisch-vorderösterreichischen Zell im
Großen Wiesental (orange) ins evangelisch-markgräfliche Kleine Wiesental (rot).
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019,      
Bereits gut erkennbar: der relativ leichte Passübergang ins Kleine Wiesental - damit aber auch
ein idealer Zugang vom kleinen Wiesental ins Große Wiesental.
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019          
Bereits gut erkennbar: der relativ leichte Passübergang ins Kleine Wiesental - damit aber auch ein idealer
Zugang vom kleinen Wiesental ins Große Wiesental.
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019,      
Passübergang ins Kleine Wiesental
 
 
 
Repro © Landesarchiv Baden-Württemberg Generallandesarchiv Karlsruhe https://www.landesarchiv-bw.de/web/47245 2017 Signatur Hfk Planbände 11. Bl.9.
Genehmigung Aktenzeichen: 4-7512-Störk,Werner
  
 
Kartenausschnitt von 1701 mit der Grenz- und Pass-Sicherung Zell und Zeller Blauen: Die Originalkarte war noch nicht eingenordet, daher wird der Kartenausschnitt nun erst einmal "eingenordet" (Mitte) und der rote Kreis markiert den oberen Verlauf des Himmelsbaches mit dem Übergang ins Nachbartal des Kleinen Wiesentals. Erkennbar markiert: die Wüstmatt-Schanze, die beiden Adelsberger Schanzen sowie die große Sternschanze, die den Zugang zum Großen Wiesental, insbesondere Zell i. W., schützte. Eingezeichnet sind auch die Kommunikationseinheiten der Signalfeuer sowie die kleine Grendel-Schanze und die große Schanze auf der Ostflanke der Hohen Möhr: die Schanze auf der Hebelhöhe nördlich von Raitbach (mit markiertem Letzwald).
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019         
Die modernen hydrologischen Katen zeigen das heutige Gewässernetz - in diesem Fall den Himmelsbach.  Der rechte Kreis markiert den Passübergang ins benachbarte Tal des Kleinen Wiesentals in Richtung Elbenschwand und Bürchau, die beiden linken Kreise dokumentieren die jeweils möglichen Aufstiegsbereiche aus dem Himmelbachtal - die dann wiederum als Verteidigungspunkte speziell gesichert werden mussten. Hier wurden dann die Wehranlagen der südlichen Kühlloch-Schanze und der nördlichen Eckle-Schanze errichtet. Gleichzeitig belegen die heutigen Gewässernetzkarte auch die Genauigkeit der Darstellung auf der historischen Karte.
 
 
Luftaufnahme Werner Störk © 2019    
Blick auf die südliche und südwestliche Flanke des Zeller Blauens mit der Verteidigungslinie (gelb) mit den zwei Redan-Winkel, der daran angebundenen Wüstmatt-Schanze (orange) und der Hirschbühl-Schanze (karminrot),der Eckle-Schanze (rot), dem Himmelsbachtal (grün) sowie dem Sperrriegel in Passnähe (blau). Der schwarze Pfeil markiert einer der Aufstiegsbereiche aus dem Himmelsbach-Tal.
 
 
 
Luftaufnahmen & Grafik  Werner Störk © 2019    
 
Blick in Richtung Süden auf die Hirschbühl-Schanze (roter Pfeil), auf die Kühlloch-Schanze mit einem massiven Sperrgraben (gelb) sowie dem Himmelsbach-Tal (blau)
 
 
Foto & Grafik Werner Störk © 2019    
 
In Blickrichtung Südwesten: Himmelbach-Tal (weiße Pfeile), dahinter liegend bereits die Anhöhe von Adelsberg, gelb der Zugang zur Kühlloch-Schanze.
 
 
 
 
Luftaufnahmen & Grafik Werner Störk © 2019    
 
Die drei möglichen - feindlichen- Aufstiegsrouten aus dem tief eingeschnittenen Himmelsbach-Talboden (rot).
 
 
 
 
Luftaufnahmen & Grafik Werner Störk © 2019   
 
Die taktisch-strategische Fortifikations-Antwort: Bau der Kühlloch-Schanze mit starkem Sperrgraben (rot) als erste Verteidigungslinie, dann als deren Sicherung die Hirschbühl-Schanze (orange) und im oberen Bereich die Wüstmatt-Schanze (gelb). Wie exakt die beiden Redan-Winkel (blau) gesetzt wurden zeigt, dass man hier gezielt einen Durchbruch der Linie mit dem Einsetzen der beiden Redans unterbinden wollte. Zusätzlich sicherte man so hier auch die Trinkwasser-Versorgung (Quellhorizont).
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019          
 
Das Zusammenspiel der drei südlichen Schanzanlagen (gegenseitige Deckung) sowie der bewussten Zangenbewegung beim Angriff aus dem Himmelsbachtal.
 
 
 
 
Links und rechts: Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019,
Mitte:
Luftaufnahme & Grafik Werner Störk 
© 2019  
 
Die gesamte Schanzlinie der Wüstmatt-Schanze hin zur südlichen Hirschbühl-Schanze. Die Anlage zeigt, dass man die beiden Aufstiegsmöglichkeiten (Pfeile) vom Himmelbach-Talboden decken und damit einen Angriff bzw. einen Zugang zum Großen Wiesental unterbinden wollte. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden gleich zwei Verteidigungslinien aufgebaut: die westliche Linie mit dem Blauen-Schanze Eckle und der Kühlloch-Schanze und einem oberen Sperrriegel sowie die zweite, als Hauptlinie ausgebaute Wüstmatt-Hirschbühl-Linie, die dann in den beiden Adelsberger-Schanzen ihre südliche Fortführung auf der westlichen Himmelbachs-Talseite fand. .Die einzelnen Fortifikationselemente sind "anatomisch" den natürlichen räumlichen Konditionen angepasst.
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019      
 
Im Google-Foto sehr auffällig: eine leicht trapezförmige Bodenanomalie (rot) mit ca. 17 x 24 Meter, Umfang ca. 88 m, Fläche ca. 484 qm, unmittelbar östlich von dem großen (nördlichen) Redan und südlich der ebenfalls leicht "verzogenen", ebenfalls trapezförmigen Wüstmatt-Schanze mit ca. 33 x 33 Metern. Ein zusätzliches Fortifikationselement? Nein, hier hat der Zeller Ortsteil Adelsberg seine Brunnenstube eingerichtet und damit seine Trinkwasserversorgung gesichert. Der kleinere (südliche) Redan (weißer Pfeil) weist mit seinen geometrischen Eigenheiten darauf hin, dass die größere Ausdehnung des nördlichen (kürzerer Schenkel 12 Meter) Winkelschenkels die Verteidigungsposition zum nördlichen (größeren) Redan (18 Meter) stärken sollte. Und auch die wichtige Quelle dort als Garant einer ganzjährigen und ausreichenden Schüttung und damit die Trinkwasserversorgung für die gesamten nördlichen Linie sicherte.
 
 
Luftaufnahme & Grafik Werner Störk © 2019   
 
In Blickrichtung Süden auf die beiden Adelsberger Schanze (rot und gelb), die weiß markierte Fläche bot sich ideal als großes Feldlager an.
 
 
 
Foto & Grafik Werner Störk © 2019    
 
Kühlloch-Schanze (gelb) und obere Adelsberger Schanze ("Schänzle" /grün).
 
 
 
 
Foto & Grafik Werner Störk © 2019    
 
Blick über das Himmelsbach-Tal auf Adelsberg mit der oberen (gelb) Adelsberger Schanze (heute: Fußballplatz).
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019        
 
Der nordwestliche Stein-Sperrriegel (orange) als vordere Verteidigungslinie des Passübergangs mit dem
östlichen Wüstmatt-Sperrgraben als zweite Verteidigungslinie.
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019       
Der nordwestlichste Punkt der ersten Verteidigungslinie (rot) mit historischem Weg nach Elbenschwand (gelb).
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019 
 
Unbearbeiteter Bildausschnitt
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019        
 
Der massive, z. T. natürliche Sperr-Riegel (weiße Pfeile) aus mächtige Felsbrocken - mit auffälliger Bodenanomalie (rot)
 
 
 
Foto © Werner Störk 2019   
 
Der auch heute noch beeindruckende Steinriegel.
 
 
 
 
Foto © Werner Störk 2019   
 
Eine optimale - mannshohe - Verteidigungsposition - bei Angriff aus dem Westen, entweder aus dem
oberen Himmelsbach-Tal oder über die Passhöhe.
 
 
 
 
Foto © Werner Störk 2019       

Auf der Suche nach den missing links -  da noch nicht endgültig geklärt: Geländeauffälligkeiten südwestlich von Adelsberg...
 
 
Foto & Grafik © Werner Störk 2019       
 
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