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Sonderseiten im Rahmen der WEA-Windpark-Diskussion Zeller Blauen - Neuenweg    
   
Strategisch-taktische Fragen im Bereich der südwestlichen "Vorderen Linie"  
Lineare Missing & Connecting Links  
Intensive Felduntersuchungen in ausgewählten Regionen im Südschwarzwald  
   
Eine intensive Erforschung der räumlichen Gegebenheiten sowie der daraus resultierenden taktisch-strategischen militärischen Entscheidungen  - auch und vor allem unter der konkreten Einbeziehung der bestehenden, also  konkret nachgewiesenen Schanzanlagen zur Sicherung des militärischen Erfolges - lässt nur einen Schluss zu: es muss noch mindestens zwei "missing links" geben (der fachliche Begriff lehnt sich an die begriffliche Struktur aus der Welt der Evolution und Fossilien an). In unserem Fall also zwei bislang nicht eindeutig zugewiesene Schanzenstandorte. Jedoch nur so wäre die Himmelbach-Sicherung militärisch zu verteidigen und damit auch erfolgreich zu sichern gewesen. Denn so, wie sich heute die Fundsituation darstellt, wären die Adelsberger Schanzen ungeschützt und komplett ungedeckt aus Westen angreifbar und damit relativ schnell zu überrennen gewesen: mit direktem Zugang nach Zell:  Die gesamte starke Sicherung des langen Himmelbach-Tales ist so engmaschig, dass eine vorgelagerte erste Verteidigungslinie zwingend notwendig gewesen wäre, um diese Linie erfolgreich zu halten. Auch wenn man hier territoriale und damit verbundene konfessionelle Argumente (evangelisch-markgräfliches Grenz-Gebiet) sowie die Gesamtstruktur der Vorderen Linie ins Feld führt - ohne eine vorgelagerte westliche erste Verteidigungszone wäre ein feindlicher Angriff und ein schneller Abstieg über die Fischbach-Rinne - unter südlicher Umgehung der beiden Adelsberger Schanzen - nach Zell direkt ins "Herz" der vorderösterreichischen Vorlande vorgestoßen. Damit wäre die massive große Sternschanzen-Sicherung (siehe historische Karte von 1701 unten) am Taleingang (heute Fußball-Platz)  mit ihren Schanzbeglelitern (oberhalb des Grendels sowie Adelsberg) und die Maiberg-Sicherungen bei Hausen völlig nutzlos errichtet worden - dieses planerische Risiko wäre kein Fortifikationsoffizier eingegangen. Da aus konkreten Vergleichen und auch aus den praktischen Felderfahrungen Vorort bekannt ist, dass z. B. die Karte von 1701 keineswegs alle auch schon damals bestandenen Schanzanlagen vermerkt sind, ist primär die Fundsituation Vorort zunächst Grundlage für eine Interpretation. Wobei in eine Interpretation natürlich alle Erfahrungswerte sowie das konkrete Studium militärischer, also auch die taktisch-strategische Konditionen jener Zeit , mit einfließen dürfen - und auch müssen.   
   
 
Repro © Landesarchiv Baden-Württemberg Generallandesarchiv Karlsruhe https://www.landesarchiv-bw.de/web/47245 2017 Signatur Hfk Planbände 11. Bl.9.
Genehmigung Aktenzeichen: 4-7512-Störk,Werner
   
 
   
 
Repro © Landesarchiv Baden-Württemberg Generallandesarchiv Karlsruhe https://www.landesarchiv-bw.de/web/47245 2017 Signatur Hfk Planbände 11. Bl.9.
Genehmigung Aktenzeichen: 4-7512-Störk,Werner
    
 
   
 
Repro © Landesarchiv Baden-Württemberg Generallandesarchiv Karlsruhe https://www.landesarchiv-bw.de/web/47245 2017 Signatur Hfk Planbände 11. Bl.9.
Genehmigung Aktenzeichen: 4-7512-Störk,Werner
    
 
1701: Der südwestliche Verlauf der Vorderen Linie (gelb).  
   
 
 
Landesarchiv_Baden-Wuerttemberg_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._9,_1_Bild_1_(4-467657-1), Grafik Werner Störk 2019  
 
Historische Karte von Adelsberg: H-1 Nr. 9, 2, Adelsberg (Stadt Zell im Wiesental LÖ), Atzenbach, Blauen, Riedichen und Zell im Wiesental und  
Atzenbach Stand 1901, .Adelsberg und Blauen Stand 1902, Zell im Wiesental Stand 1903, Riedichen Stand 1904, Druck 1905 . 
 
 
 
 
Landesarchiv_Baden-Wuerttemberg_Generallandesarchiv_Karlsruhe_H-1_Nr._9,_1_Bild_1_(4-467657-1, Grafik Werner Störk 2019  
 
Historische Karte von Adelsberg: H-1 Nr. 9, 2, Adelsberg (Stadt Zell im Wiesental LÖ), Atzenbach, Blauen, Riedichen und Zell im Wiesental und  Atzenbach Stand 1901,
.Adelsberg und Blauen Stand 1902, Zell im Wiesental Stand 1903, Riedichen Stand 1904, Druck 1905 . Rot markiert eine der beiden Adelsberger Schanzen mit
dem Gewann "Schänzle" sowie dem "Gebetsbühl"  mit dem "Köpfle" und "Ob der Eck" - einem möglichen Standort einer Schanze.
 
 
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Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Das militärisch sehr wichtige "Grenzdreieck" Tegernau - Elbenschwand und Zell im Wiesental.  
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Ein ebenfalls strategisch wichtiger Übergang vom Kleinen ins Große Wiesental -
der Wege von Tegernau über Gresgen und Adelsberg nach Zell.
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019           
 
Die strategisch wichtigsten und neuralgischsten Punkte - ohne zusätzliche Sicherung durch zumindest zwei
Schanzanlagen (gelb) auf der westlichen Seite kaum militärisch zu halten.. 
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Das Himmelbach-Tal im südlichen Abschnitt.   
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019           
Die beidseitige Talsicherung mit den beiden Adelsberger Schanzen (hellgrün/grün) und der Kühlloch-Schanze (orange)
und deren Deckungsschanze, der Hirschbühl-Schanze  (rot)
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Das strategisch wichtige Himmelbach-Tal als Zugang zum Kleinen Wiesental.   
 
 
   
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019           
   
Die stark gesicherte Himmelsbach-Linie mit nördlichem Sperr-Riegel (hellblau), der Wüstmatt-Schanze (blau) mit Sperr-Graben (schwarz),
Hirschbühl-Schanze (gelb) und Kühllock-Schanze (hellgrün) mit Sperr-Graben sowie die beiden Adelsberger Schanzen (orange/weiß) als
Schutz auf der Westflanke des Himmelbach-Tales.
 
   
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Bildmitte unten: Adelsberg, links oben: Zell im Wiesental.   
   
 
   
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019           
   
In Blickrichtung Süden: auf der östlichen (linken) Bildseite die beiden Adelsberger Schanzen sowie im roten Kreis der "Gebetsbühl "-
möglicher Standort einer bislang noch nicht nachgewiesenen Schanzen. 
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Tegernau bildete den wichtigsten Zugangsweg ins Kleine Hintere Wiesental .  
 
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019    
 
Blick auf die geographischen Gegebenheiten rund um Tegernau.   
 
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019           
 
Auch nach Gresgen führt eine gut begehbare Erosionsrinne (weiße Pfeile) direkt nach Gresgen und damit auch über Adelsberg nach Zell.  
   
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019          
 
Der Dreh- und Angelpunkt strategischer Möglichkeiten: Tegernau (Kreis).  
   
 
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019, Grafik © Werner Störk 2019           
 
Lineare Strukturen dominieren die barocke Fortifikation - wie mit dem Lineal gezogen....  
   
 
 
Fotos & Grafik © Werner Störk 2019          
 
Standorte der möglichen "Missing links" auf dem "Gebetsbühl "(gelb) und dem "Rümmelesbühl" (orange) - sie liegen alle in
direkter Sichtlinie zum "Eckle" (rot) und zur "Wüstmatt"-Schanze 8siehe unten). 
 
   
 
Luftbild  © Werner Störk 2019  
Aus meinem eigenen Luftbild-Archiv: Anflug aus Südosten auf die Adelsberger Schanzen.  
   
 
Luftbild & Grafik © Werner Störk 2019            
Obere (rot) und untere (orange) Adelsberger Schanze sowie eine sehr auffällige Geländeanomalie (orange) - der bereits angesprochene "Gebetsbühl" mit dem "Köpfle" sowie das "Feld-piket" (grün) - ein sehr auffallend "planierte " Ackergelände, das sich direkt im Norden an die obere Adelsberger Schanze anschließt. Interessant auch: das sich an die Schanze angepasste Flurbild bei der unteren Adelsberger Schanze sowie ähnliche geometrische Parallelen beim "Gebetsbühl" (weiß).  
 
Luftbild  © Werner Störk 2019  
Ausschnitt: Das "Köpfle" vom "Gebetsbühl"..  
   
 
Luftbild & Grafik © Werner Störk 2019           
Das "Köpfle" vom "Gebetsbühl" - nur eine optische Täuschung? Oder doch ein symmetrisch gut ausgeformter "Grundriss"
einer 5-seitigen Polygonalschanze - nur mal so als Arbeitshypothese (siehe unten).
 
   
 
Luftbild & Grafik © Werner Störk 2019            
   
 
Quelle: © Google Maps, Bilder © 2019 DigitalGlobe, Kartendaten © 2019 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google ©  2019   
Der markant exponierte "Gebetsbühl "- idealer und daher möglicher Standort einer Schanze    
   
Fotos © Werner Störk 2019        
Blick aus dem Sperrgraben unmittelbar unterhalb der Wüstmatt-Schanze in Richtung Südwesten.  
 
   
 
Fotos & Grafik © Werner Störk 2019          
Die Wüstmatt-Schanze als alles "überblickende" und auch in direktem Sichtkontakt stehenden "Schalt- und Kommunikationszentrale" zur Hirschbühl-Schanze (hellblau), Kühlloch-Schanze (gelb), untere (rot) und obere (orange) Adelsberger Schanzen, das mögliche Feld-Lager (karminrot), die wahrscheinlichen "missing links" (weiß), freie Sicht auf den Taleinschnitt bei Gresgen (schwarz) sowie auf die Eckle-Schanze (blau).
 
 
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