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Sonderseiten im Rahmen der WEA-Windpark-Diskussion Zeller Blauen - Neuenweg  
 
 
Werden Wahrheit und Ethik in der Wissenschaft beliebig?
 
Kollateralschäden der Energiewende im Denkmalschutz.
 
Exemplarisch aufgezeigt am Beispiel aktueller Veröffentlichungen in: "Im Krieg ist weder Glück noch Stern" (2021).
 
 
„Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erkenntnisse öffentlich zugänglich gemacht haben und ihnen dazu im Nachgang Unstimmigkeiten oder Fehler auffallen, berichtigen sie diese. Bilden die Unstimmigkeiten oder Fehler Anlass für die Zurücknahme einer Publikation, wirken die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei dem entsprechenden Verlag oder dem Infrastrukturanbieter etc. schnellstmöglich darauf hin, dass die Korrektur beziehungsweise die Zurücknahme erfolgt und entsprechend kenntlich gemacht wird. Gleiches gilt, sofern die Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler von Dritten auf solche Unstimmigkeiten oder Fehler hingewiesen werden.“ Quelle: "Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – Kodex", Deutsche Forschungsgemeinschaft Bonn, 2019.
 
2018 gerieten verschiedene Behörden im Zusammenhang mit der Planung eines großen Windparks auf dem Bergrücken des Zellers Blauen auch in der Öffentlichkeit unter Druck – auch durch meinen ersten Widerstand gegen die geplante und vom LAD quasi freigegebene Zerstörung von Schanzanlagen auf dem Holderkopf bei Neuenweg sowie mehrerer Fortifikationsanlagen und historische Terrassenanlagen auf dem Tannenkopf und Wolfsacker (Bürchau/Elbenschwand). Bereits 2012/2013 erregte der „Fall Raitbach“ landesweit Aufsehen – auch hier ging es um die wissentliche und damit bewusste Zerstörung von historischen Fortifikationsanlagen. 2018 war somit auch das Jahr, wo das Landesamt für Denkmalpflege unter Druck geriet. Zufälligerweise führte dann im November und Dezember 2018 das Landesamt für Denkmalpflege, vertreten durch Dr. Haasis-Berner, der ebenfalls wissenschaftlicher LAD-Begleiter des EWS-Projektes auf dem Zeller Blauen ist, „umfangreiche geophysikalische Untersuchungen“ auf dem Mettlenkopf südlich von Gersbach durch. Die Ergebnisse wurden nun in dem kürzlich erschienen Tagungsband): „Im Krieg ist weder Glück noch Stern“: Barocke Festungen, Schanzen und Schlachtfelder aus der Epoche des Dreißigjährigen Kriegs am Oberrhein, Bertram Jenisch/Andreas Haasis-Berner/R. Johanna Regath/Werner Konold (Hg.) Verlag Thorbecke, Veröffentlichung des Alemannischen Instituts Freiburg i. Br., Nr. 88, 2021, veröffentlicht. Besonders interessant sind dabei zwei Fachartikel von Dr. Andreas Haasis-Berner: „Die Linien und Schanzen im Schwarzwald“, S. 292 ff. und „Die Linien und Schanzen im Schwarzwald – Zu den barocken Befestigungen im Schwarzwald“, S. 75 ff.  
 
In dem ernsthaften Bemühen um einen fachwissenschaftlichen Diskurs, der sich streng  an den Fakten und ebenso klar an den bestehenden archäologischen Befunden orientiert, habe ich mich in einem "Offenen Brief" mit Datum vom 19.07.2021 und mit einer Stellungnahme speziell zu den  beiden Fachartikeln von Dr. Andreas Haasis-Berner: „Die Linien und Schanzen im Schwarzwald – Zu den barocken Befestigungen im Schwarzwald“, S. 75 ff. und „Die Linien und Schanzen im Schwarzwald“, S. 292 ff.., in: „Im Krieg ist weder Glück noch Stern“: Barocke Festungen, Schanzen und Schlachtfelder aus der Epoche des Dreißigjährigen Kriegs am Oberrhein, Bertram Jenisch/Andreas Haasis-Berner/R. Johanna Regath/Werner Konold (Hg.) Verlag Thorbecke, Veröffentlichung des Alemannischen Instituts Freiburg i. Br., Nr. 88, 2021 an das LAD, das Alemannische Institut sowie den Verlag gewandt.

Keine Antworten auf brennende Fragen.
 
Die Antworten auf meine Fragen: „Inhaltliche Aussagen in Wissenschaftspublikationen sowie im wissenschaftlichen Diskurs verantworten die Beiträger sowie die Herausgeber.“ So der Verlagsleiter Jürgen Weis vom Verlag Thorbecke der Verlagsgruppe Patmos am 03.08.2021 auf Anfrage. Und von Dr. Jonathan Scheschkewitz, (RPS/LAD) vom 27. Juli 2021: "Auf Ihre Kritik, die Sie an den Beiträgen von Herrn Dr. Haasis-Berner äußern, möchte ich nicht im Detail eingehen. Herr Haasis-Berner ist ein versierter Kenner der Materie und hat seine Beiträge entsprechend seiner fachlichen Einschätzungen verfasst und dies mit entsprechenden Zitaten belegt, soweit dies erforderlich war... Er favorisiert aber seine Meinung, wie es das gute Recht eines Autors ist." Und als weiteres Statement vom LAD Stephan A. Wiedmann vom 04.08.2021 "Der Vollständigkeit halber können wir Ihnen mitteilen, dass das LAD voll und ganz hinter den Äußerungen von Kollege Dr. Haasis-Berner steht. Ergänzend nehmen wir Bezug auf die E-Mail von Herrn Dr. Scheschkewitz vom 27.07.2021."
 
Nachdem auch noch mein "offener Brief" auf bislang ungeklärter Weise im Netz zeitweise nicht mehr abrufbar war sowie laut Google "einige Ergebnisse möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt" wurden - und weder Autor, Herausgeber oder Verlag ein entsprechendes Angebot einer Gegendarstellung, Berichtigung, Erwiderung oder eines Widerrufs unterbreiteten, habe ich mich entschlossen, meine Fragen an das LAD hier zur Disposition zu stellen. Auch deshalb, da "das LAD voll und ganz hinter den Äußerungen von Kollege Dr. Haasis-Berner steht". Nur zur Erinnerung: "Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erkenntnisse öffentlich zugänglich gemacht haben und ihnen dazu im Nachgang Unstimmigkeiten oder Fehler auffallen, berichtigen sie diese. Bilden die Unstimmigkeiten oder Fehler Anlass für die Zurücknahme einer Publikation, wirken die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei dem entsprechenden Verlag oder dem Infrastrukturanbieter etc. schnellstmöglich darauf hin, dass die Korrektur beziehungsweise die Zurücknahme erfolgt und entsprechend kenntlich gemacht wird. Gleiches gilt, sofern die Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler von Dritten auf solche Unstimmigkeiten oder Fehler hingewiesen werden.“ Quelle: Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – Kodex, Deutsche Forschungsgemeinschaft Bonn, 2019.
 
Zumal auch die Antwort der Obersten Denkmalschutzbehörde den bereits bestehenden Eindruck verstärkt, dass man sich einem fachlichen Diskurs entzieht: Im Zuge der Regierungsneubildung nach der Landtagwahl in diesem Jahr ist nunmehr das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen oberste Denkmalschutzbehörde. Brigitte Gathof, stellvertretende Leiterin des Referats Denkmalpflege, Weltkulturerbe und Bauberufsrecht, Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen und aktuell oberste Denkmalschutzbehörde, schreibt am 25.08.2021 unter dem AZ 56-2551.6-7/5: „Ergänzend möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei der von Ihnen genannten Veröffentlichung um einen wissenschaftlichen Beitrag handelt. Insoweit sind besondere Freiheiten des Autors zu beachten... Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir zu dem konkreten Beitrag keine wissenschaftliche Bewertung abgeben können.“Jede andere Stellungnahme hätte mich überrascht - dennoch hatte ich der Sache wegen darauf gehofft. Wenn auch die Oberste Denkmalschutzbehörde solche "fachwissenschaftlichen" LAD-Beiträge legitimiert, dann gibt das nicht nur mir zu denken. Der Diskurs ist damit noch nicht beendet. Ich werde weitere Schritte gehen (müssen), um abschließend dieses Fall so zu klären, dass nicht der Denkmalschutz am Ende einen massiven gesellschaftlichen wie auch archäologischen Kollateralschaden erleidet. Zumal wenn in der Wissenschaft Wahrheit beliebig und Ethik austauschbar wird.
 

„Forschungsergebnisse gelten seit den frühen neuzeitlichen Formen der Institutionalisierung von Wissenschaft im 17. Jahrhundert erst dann als anerkannt, wenn sie veröffentlicht und damit der Kritik und Überprüfung zugänglich gemacht worden sind. Dieses Prinzip ist heute unverändert gültig.“ Quelle: „Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis Denkschrift,“  Memorandum, Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn, 1998 und 2013. Diese Prinzip gilt ganz offensichtlich nicht für das LAD und seine wissenschaftlichen Publikationen. Die nachweislichen Fehler, Unterstellungen und Fehlinterpretationen bestehen also trotz dieser unverändert geltenden wissenschaftlichen Prinzipien weiter. „Auf Ihre Kritik, die Sie an den Beiträgen von Herrn Dr. Haasis-Berner äußern, möchte ich nicht im Detail eingehen“, so aber das LAD. „Wissenschaft gründet auf Redlichkeit. Diese ist eines der wesentlichen Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis und damit jeder wissenschaftlichen Arbeit. Nur redliche Wissenschaft kann letztlich produktive Wissenschaft sein und zu neuem Wissen führen. Unredlichkeit hingegen gefährdet die Wissenschaft. Sie zerstört das Vertrauen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untereinander sowie das Vertrauen der Gesellschaft in die Wissenschaft, ohne das wissenschaftliche Arbeit ebenfalls nicht denkbar ist. Quelle:Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis Denkschrift,“  Me-morandum, Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“, Deutsche Forsch-ungsgemeinschaft, Bonn,1998/2013.

 

Das aktuelle Beispiel  führt  exemplarisch vor Augen, wie man einerseits schützenswerte Bodendenkmäler amtlich im Auftrag des LAD „entwertet“ und gleichzeitig  einen unliebsame LAD-Kritiker und dessen fachliche Forschungsarbeit und persönliche Reputation gezielt diskreditiert. Wie dies stufenweise funktioniert, macht die detaillierte Textanalyse der beiden Artikel von Dr. Andreas Haasis-Berner deutlich.

 
Wobei wir eben nicht nur auf das aktuelle Jahr zurückblicken sollten. Nein, die Diskussion z. B. um den Standort Mettlenkopf war bereits 2010 im Gange, als dort direkt auf dem südlichen Schanzenstandort ein Funkmast errichtet werden sollten. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit inklusiver einer Führung mit vielen Bürgern verhinderten die endgültige Zerstörung eines offiziell denkmalgeschützten Objektes. Auch in den letzten Jahren war der Mettlenkopf immer wieder im Gespräch - diesmal im Zusammenhang mit dem Windpark von Hasel. 2012 und 2013 schlug der "Fall Raitbach" hohe Wellen - Sie haben unten Zugriff auf die entsprechenden Berichterstattung. Und auch 2016 wurde die Kooperation mit dem LDA und Dr. Haasis-Berner auf eine harte Probe gestellt. Ich schrieb am 03.02.2016 an das LDA: "Kurzer Rückblick: Für mich war der Fall Raitbach eine extrem stark belastende Angelegenheit, da ich mich an der unwiederbringlichen Zerstörung jener Anlage auch mitschuldig fühlte. Zumal ich trotz allem Zutun Vorort (Kooperation mit dem Forst) und Informationsweitergabe an das LDA eben nicht verhindern konnte, dass es zu diesem kulturhistorischen GAU kommen konnte. Und nun wiederholt sich ein ähnliches Szenario in Sachen Scherentann: Obwohl alle Informationen vorhanden sind und auch weitergeleitet wurden, kommt es – trotz Kooperation mit dem LDA – erneut zu einer nachhaltigen fachlichen Fehleinschätzung bzw. absehbaren Beeinträchtigung eines Kulturgutes" . Man sieht eine aus Sicht des LDAs konsequente Linie von 2012, 2013, 2016 über 2018 bis 2021, deshalb spreche ich von einem möglichen System und dessen Systemfehlern. Wenn man sich beim LDA nicht als "Verhinderungsbehörde" sieht, dann trifft wohl eher das zu, als was und wie es in unseren praxisnahen Fällen erkennbar agiert, als "Zustimmungsbehörde".
 
Um die ganze Geschichte rund um die "Windpark"-Story umfassend darzustellen - inklusive dem "Fall Raitbach" aus dem Jahre 2012 -  habe ich hier nachfolgend nochmals (fast) alle dazu von mir veröffentlichten "Offenen Briefe" und persönliche Statements wie z. B. das "Raitbacher Manifest"  zusammengetragen - auch damit man das "System" erkennt, das ursächlich hinter solchen Kollateralschäden steckt. Keine Verschwörungstheorien, sondern überprüfbare, belegbare Fakten, in vielen Vorortbegehungen und Exkursionen praxisnah aufgezeigt und bestätigt.
 
Stellungnahme mit Datum vom 19.07.2021  zu den  zwei Fachartikel von Dr. Andreas Haasis-Berner: „Die Linien und Schanzen im Schwarzwald – Zu den barocken Befestigungen im Schwarzwald“, S. 75 ff. und „Die Linien und Schanzen im Schwarzwald“, S. 292 ff.., in: „Im Krieg ist weder Glück noch Stern“: Barocke Festungen, Schanzen und Schlachtfelder aus der Epoche des Dreißigjährigen Kriegs am Oberrhein, Bertram Jenisch/Andreas Haasis-Berner/R. Johanna Regath/Werner Konold (Hg.) Verlag Thorbecke, Veröffentlichung des Alemannischen Instituts Freiburg i. Br., Nr. 88, 2021.  
Antwortschreiben AZ 81-2550.9 LIFG an das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart vom 02.02.2020  
Abschluss Statement Holderschanze Wolfsacker Tannenkopf vom 03.03.2020  
"Offener Brief"  mit Datum vom 27.07.2018 als Statement für die Holderschanze bei Neuenweg/Böllen, Landkreis Lörrach, BW.  
"Offener Brief" an die ENERKRAFT GmbH mit Datum vom 29.04.2018 betreffend der Schanzanlagen von Neuenweg und Bürchau und den dortigen WP-Planungen entsprechend dem ENERKRAFT- Planungsentwurf vom 13.04.2018.  
"Offener Brief"  mit Datum von 01.07.2018.  
"Raitbacher Manifest" vom 26.10.2013.  
Mit Datum vom 27.07.2021 nahm ich in Form eines "Offenen Briefs" und unter Bezugnahme auf die Headline der Badischen Zeitung vom selben Tag
"500 Windräder im Staatsforst" 
an Minister Haug sowie die CDU-, FDP-, SPD- und Grünen-Fraktion des Landtags
Jeder Leser soll sich in den fünf exemplarisch ausgewählten Prüffällen selbst ein Bild
von Wahrheit und Ethik in der LAD-Wissenschaft machen:
   
   
   
Prüffall 1: Sternschanze von Böllen/Neuenweg.    
   
 
 
Prüffall 2: Holderschanze Neuenweg/Böllen.  
 
 
Prüffall 3: Mettlenkopf Gersbach.   
 
 
 
Prüffall 4: Tannenkopf & Wolfsacker Elbenschwand.   
 
 
Prüffall 5: Defensionssystem Schönau. 
 
Interessante Web-Seiten ergänzen die bereits dokumentierten Fakten:
 
Der "Fall Raitbach" (2012/2013).
Die Holderschanze auf dem Holderkopf.
Einzigartige bastionierte Polygonalschanze:
Die Sternschanze von Neuenweg/Böllen 

Walderdbeer-Anbau im Hochmittelalter
Hangterrasssen am Tannenkopf.
Die Signalfeuer-Station am Tannenkopf
Die Redan-Anlagen auf dem Wolfsacker.
Schönau & Schönenbuchen:
Schanzen, Letzinen und Kapelle
Die Schanzen auf dem Mettlenkopf.
   
Als Diskussionsgrundlage sowie presserechtlich gilt immer nur die aktualisierte Webseite mit Datum vom 08.12.2021.
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