AG    MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

 Die Viereckschanze Auf der Eck von Neuenweg
 

Idealer Beobachtungs- und Überwachungspunkt

Werner Störk © 2016

 
 
 Luftaufnahme undatiert - Repro historisches Postkartenmotiv
 
Neuenweg (Bildmitte, links) mit "Hau"-Pass (links) und "Eck"-Pass rechts und mit Blick nach Süden ins Kleine Wiesental
 
 
Daten Hinweis: Die Meßdaten wurden Vorort durch Band- und Lasermessung mit Leica Rangemaster LAF 1200 bzw. mittels Google-Earth-System-Messung ermittelt.Alle Maße sind ca.- Maße.

 
Ringwall-Anlage Schlossboden
 

Gesamtfläche: ca. 90.000 m²,  Gesamtlänge der Wall- und Kommunikationsanlagen: ca. 2.200 mOberer Ringwall: 200 m, Unterer Ringwall: 260 m,  Halsgraben: Länge 70 m, Breite 12 m. der einstige schmale Hals-Grat: vor dem Halsgraben: 16 m breit, Zugang im Norden: 10 m breit, Fläche 600 qm, Umfang 130 m. Am nördlichen Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem zweiten Halsgraben geschützt. Gesamtfläche der oberen Schlossboden-Anlage im dortigen Kuppenbereich: 3.300 qm, Umfang 300 m, mit nördlichem Zugang 5.500 qm.

 
Viereckschanze und Wall-Sicherung Auf der Eck
 

 Gesamtfläche: ca. 15.000 m², Gesamtlänge der Wall- und Kommunikationsanlagen: ca. 500 m, Redoute 20 x 20 Meter, Wallkorpus 6 Meter breit.

 
Wallsperren-System mit zwei Redouten an der Nordseite vom Spitzkopf
 
Gesamtfläche: ca. 81.000 m², Gesamtlänge der Wall- und Kommunikationsanlagen: ca. 1.400 m.
Gesamtanlage Schlossboden mit Eck und Nordflankensicherung des Spitzkopfs
Gesamtfläche: ca. 186.000 m², Gesamtlänge der Wall- und Kommunikationsanlagen: ca. 4.100 m.
 
 
Mit der Schanze Auf der Eck wird das bestehende Schanzen- und Vorposten-Ensemble durch einer Redoute (Viereckschanze, 20 x 20 Meter, 6 Meter breitem Wallkorpus) mit einem rund 130 m langen und 7 Meter breiten Wallgraben in Richtung Eck-Pass und 80 Meter zur L 131 komplettiert, die zusammen die  direkte Sicherung  des Eck-Passes und damit auch das Befestigungspendant zum Schlossboden bilden. Vielleicht war dieser kleinen Viereckschanze  ein weiteres  Element der Fortifikation (ausspringender Winkel) vorgelagert. Nach Osten liegen weitere schützende Wallgräben. Auf der nördlichen (gegenüberliegenden) Seite wurde der Eck-Pass sowie auch der Schlossboden mit einem beeindruckenden Wallsystem (Wallstaffel) gesichert  Auf der Westseite Richtung Heubronn zog mit großer Sicherheit der Wallgraben bis hinunter ins Tal - nur so hatte eine sinnvolle Sperrwirkung erzielt werden können. Die dortige Flurgrenze zwischen Wald- und Wiesegelände ist mit hoher Wahrheinlichkeit genau die damalige Verlaufslinie. Diese Linie zieht sich aber auch an der Nordseite des Spitzkopfes hinauf zum Gipfel: zwei mächtige Sperrwälle mit zwei speziellen Plattformen schützen von oben die Redoute und den Pass - mit optimalem Blick auf den Haldenhof (Zugang Untermünsterttal) und auf die Sirnitz (Zugang Oberrheinebene - Badenweiler.
 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.

 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Die Viereckschanze (Redoute) auf der Eck auf dem Eck-Paß bei Neuenweg (roter Kreis).
 
 
 
"Topografische Karte 1:25.000 Wies Blatt 140 Ausgabe 1895" (Detail)  Archiv & Sammlung Wulf Springhart, Böllen
 
Kartenausschnitt von 1895 mit der Viereckschanze auf der Eck (rotes Quadrat) und dem benachbarten Schlossboden (Kreis orange).
 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016

 
Links der Eck-Sattel (Straße) und rechts die Kuppe des Schlossbodens.
 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016

 
Blick vom benachbarten gegenüberliegenden Hau-Paß über Neuenweg zum Eck-Paß (Straße).
 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Die visuelle Kommunikation, also die unmittelbaren Sichtverbindungen zwischen den Schanzen und Vorposten: Schlossboden (grüner Kreis), Eck-Schanze (rot), Eschenhalder Schanze (gelb), Holder-Schanze (karminrot), Vorposten Holderschanze (grünes Dreieck), Hau-Redoute (orange), Vorposten Hau (blaues Dreieck) in Blickrichtung SN.
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Die visuelle Kommunikation, also die direkten Sichtverbindungen zwischen den einzelnen Schanzen und Vorposten: Schlossboden (blauerer Kreis), Eck-Schanze (rot), Eschenhalder Schanze (gelb), Holder-Schanze (karminrot), Vorposten Holderschanze (grünes Dreieck), Hau-Rredoute (orange), Vorposten Hau (blaues Dreieck), in Blickrichtung NS.
 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Die Ausweichrouten französischer Angreifer (gelb) entweder von Hüningen über Kandern oder von Neuenburg über Badenweiler und die Sirnitz  bzw. auch von Freiburg übers Untermünstertal kommend, um den Hau-Paß zu umgehen. Nur eine optimale Kommunikation zwischen den Schanzen und Vorposten (weiß) konnte die schnelle Weiterleitung der jeweiligen Beobachtungen (blaue Linien) rechtzeitig an die zentralen Punkte (Hoderschanze und Hau) gewährleisten.
 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Die Auswahl der Standorte zeigt, dass die jeweiligen Blinkwinkel (blau)  nur in ihrer Gesamtheit eine optimale Sicherung garantierten. 
 
 
 
Geographische Lage
 
Die Eck-Schanze liegt westlich von Neuenweg, östlich von Heubronn im Kleines Wiesental, Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg.
 
Topografische Lage
 
Die topographische Lage des Ecks liegt auf einem Berg-Sattel und ist einer der vier wichtigsten Paßwege sowie das Paß-Pendant zum gegenüberliegenden Hau.
 
Strategische Lage
 
Der Paß liegt an einer der wichtigsten strategischen Punkte des Tales: von hier aus können alle wesentlichen Übergänge und Marschrouten kontrolliert werden. Gleichzeitig gehört er zu den Pässen, die die wichtige Ost-West bzw. West-Ost-Verbindung gewährleisten. Mit der auf dem Eck errichteten Viereck-Schanze wird auch das Klemmbachtal gesichert und auch zu einem unmittelbaren Schutz für den Pass, aber auch für den benachbarten Schlossboden.
 
Archäologische Spuren
 
Die Viereckschanze mißt 20 x 20 Meter und wird durch einen umlaufenden 6 Meter breitem Wallkorpus umkränzt. Zwei ca. 7 Meter breite Wallgräben in Richtung Eck-Pass und 80 Meter zur L 131 komplettieren die Anlage. Alle drei Elemente bilden die eigentliche Eck-Sicherung und das Pendant zum Schlossboden. Vielleicht war der Redoute noch ein weiteres Fortifikationselement (möglicherweise ein ausspringender Winkel) vorgelagert. In Richtung Neuenweg liegt mindestens noch ein weitere Wallgraben. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde der Eck-Pass sowie auch der Schlossboden mit einem beeindruckenden Wallsystem (Wallstaffel) geschützt. 
 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016 

 
Blick auf den Spitzkopf und die davor liegende Redoute (Viereckschanze).  
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016 
 
Die Viereckschanze (Redoute) - Blickrichtung Süden. 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016

 
Die Paßhöhe Auf der Eck - in Blickrichtung Osten aufg den benachbarten Hau-Paß.
 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016

 
Die Eck-Schanze. 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016 
 
Die Auswertung von Luftaufnahmen sowie die Einbeziehung konkreter Bodenspuren lässt zwei Varianten der Rekonstruktion zu: eine Redoute mit umlaufendem Graben (oben), der zum Eck hin noch mit einem weiteren Graben verbreitert wird. Dieser mündet jeweils im Osten und im Westen in einen weiteren Wallgraben. 
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016
 
Die eigentliche Viereckschanze hat hier - dies wäre die Variante 2 - erkennbar noch eine Vorwerk, das - entsprechend auch der
Oberflächenstruktur des umgebenden Bodens - als Relikt eines möglichen ausspringenden Winkels gedeutet werden kann. 
 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016

 
Das Gelände vor der Schanze ist erkennbar gewölbt, was nicht der ursprünglichen Topografie entspricht. Man könnte es als Glacis deuten.
 
 
 

Foto © Archiv Werner Störk 2016

 
Am Waldrand (rechts oben) beginnt der erste Wallgraben, der zum Eck-Paß verläuft (siehe unten). 
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick in Richtung Norden auf den Schlossboden. Gut erkennbar im Vordergrund zwei durchgehende Bodenerhebungen - möglicherweise
Reste von Schutzwällen oder Geschützstellungen, welche die Schanze von dieser Seite zusätzlich sicherten.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Das nördliche Terrain der Schanze mit noch erkennbarem Wallgraben. 
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Links (gelb): die südwestliche Wall-Ecke der Redoute mit Graben (orange), rechts (rot) der Wallgraben Richtung Eck-Paß.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick über die Eck-Schanze zum Schlossboden
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick entlang der östlichen Schanzlinie auf den Paß und den Schlossboden. In der Bildmitte links erkennbare Bodenstrukturen -
möglicherweise Reste eines Wallgrabens (siehe unten), auf dem heute teilweise der Feldweg liegt.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Freierodiertes Material des Wallkörpers.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Vor lauter Grün kaum Durchblick - und dennoch zeichnet sich die umlaufende Wall-Linie immer noch erkennbar ab.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Die südöstliche Ecke der Redoute.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Fast freier Blick in Richtung Osten - nach Neuenweg und auf den Hau.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Die nördliche Seite der Schanze.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick auf die nordwestliche Ecke der Redoute.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Blick auf das nordwestliche Segment der Schanze.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016  
 
Das auffällige und vorgelagerte Relikt, das vor dem heutigen Eingang zur Schanze liegt. Das Schanzeninnere wird regelmäßig durch Schafe und Ziegen beweidet - möglicherweise hat man sie deshalb im Norden geöffnet - allerdings bleibt dann dennoch die Frage, was dieser kleine Hügel davor für eine Bedeutung hat. Normalerweise sind in unserem Raum mehrheitlich die Schanzen nach Osten hin offen - da man von Westen her den Feind erwartete und deshalb die Schanze dort geschlossen hielt. Mit dem Bruch der Allianz 1701/1702 und dem Übertritt der Bayern auf die französische Seite war dann plötzlich auch der Osten gefährlich - weshalb man die Schanzen dann grundsätzlich geschlossen hielt und nur einen sehr schmalen und damit leicht zu versperrenden bzw. gut zu verteidigenden  Zugang einbaute. Hier in Neuenweg bietet sich auch aus Fortifikationsgründen auf jeden Fall ein vorgelagertes Werk in Form eines ausspringenden Winkels an  - dieser hätte den Schanzenzugang auch an der Nordseite gut gesichert.
 
 
 
Luftbild von 1968 © Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
 (www.lgl-bw.de) 2017, Az.:2851.3-A/899
 
 
Die Luftaufnahme von 1968 zeigt, dass der hintere (südliche) Wallkorpus nicht massiv durchbrochen und auch der westliche Wall komplett erhalten ist. Die nördlich vor der Schanze erkennbar horizontal verlaufendende breite Linie läßt die Möglichkeit eines ursprünglich dort vorgeschalteten Grabens zu, der zwischen zwei zum Eck laufenden Wallgräben die Verbindung schuf. Später wurde der Graben wohl geschlossen und fortifikatorisch anders gestaltet. Die untere Grafik greift diese Alternative auf.
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016  
 
Diese Variante der  Eck-Sicherung wäre somit auch möglich - die Bodenspuren dazu gibt es: Die Redoute wurde durch einen nördlich angelegten Graben gesichert und somit zum Eck-Paß hin zusätzlich geschützt. Dieser horizontal laufende Graben war jeweils im Osten wie im Westen mit einem nach Norden laufenden Wallgraben verbunden - zusammen ein sehr effektives Defensivsystem, wobei die am Waldrand entlanglaufenden Grabenlinien vermutlich auch als mögliche  Kommunikationslinien genutzt wurden.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick vom nördliche Schanzen-Vorgelände auf den Pass-Sattel und den Schlossboden sowie auf das Talende.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick vom Eck-Paß auf die Eck-Schanze.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Auffällige Bodenlinie: natürlich oder künstlich? Neu oder alt?
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Nur so bei einer gemähten Wiese gut erkennbar - ansonsten verschwindet diese Bodenform im wogenden Meer der Grashalme.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Die Auswertung der Luftaufnahmen von 1968 und 1965 sowie die Überprüfung der historischen Gemarkungspläne von 1753 und 1770 belegen, dass es sich hier weder um eine natürliche topografische Sprung- oder Hangkante handelt, auch nicht um die als Gegenargument gern ins Feld geführten Bearbeitungsspuren an Acker- oder Flurgrenzen, sondern eindeutig um eine kompakten und gleichförmig ausgebildeten Wallkorpus. Dazu mehr hier.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Die beiden Wall-Linien in Richtung Eck-Paß und oben rechts in Richtung L 131.
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Die Wiese ist jetzt auch rechts gemäht - sehr gut erkennbar:
der kompakte Wallkorpus mit Wallkrone.
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Mit grafischer Unterstützung...
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Hier zieht nicht nur ein Wall in Richtung Norden auf den Paß, sondern ein zweiter sichert den Zugang zum Klemmbachtal rot). Er verläuft in westlicher Richtung und wird dort durch die L 131 durchbrochen - setzt sich aber talwärts fort. Das Gelände ist in südlicher Richtung so steil, dass ein Begehen des dortigen Terrains fast unmöglich ist (Foto unten). Insofern wurde hier - wieder einmal - das natürliche Gelände und seine spezifischen Konditionen optimal ist das Defensivkonzept eingebaut. In östlicher Richtung läuft dieser "Klemmbach-Wall" vor der Redoute weiter, läuft in und durch deren Nordgraben und trifft dann auf den großen Sperrwall vom Spitzkopf kommend (orange) - ein beeindruckendes Beipsiel für eine perfekte Redoute- und Paßsicherung.
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Hier wurde der Wallgraben durch den Bau der L 131 durch- und unterbrochen -
er zog auf der rechten Straßenseite weiter talwärts.
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016 
 
Verlaufslinie des Wallgrabens (gelb).
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Das sich westlich anschließende Waldstück an der L 131 - in Blickrichtung des "Schänzle".
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016 
 
Die Fortsetzung des Wallgrabens hinab in das steil abfallende Gelände des nördlichen Klemmbachtal-Einganges.
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick von der L 131 Abzweigung Eck - Neuenweg in Richtung Sirnitz und der Abzweigung am Haldenhof ins Untermünstertal. Interessant ist auch, dass man vom Haldenhof aus direkter Sichtkontakt mit der Holderschanze, aber nicht mit der Eck-Schanze hat. Die Eck-Redoute hat  erst wieder kurz vor Vorderheubronn direkten Blickkontakt. Da aber eine gute visuelle Kommunikationslinie zwischen der Holderschanze, deren Vorposten und dem Schlossboden eingerichtet war, wurden Feindbewegungen über die Sirnitz oder das Münsteral kommend, dennoch schnell erkannt und auch an die Eck-Schanze weitergeleitet.
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Wall-Korpus (Korpusfuß gelb, Wallkrone orange) mit westliche Wall-Linie zur L 131.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick vom Eck-Paß auf die Eck-Schanze.
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016  
 
Die wuchtige Rundung der Wallkrone.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2016 
 
Blick von der Schlossboden-Seite auf den Spitzkopf und die davor liegenden Schanze.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2016  
 
Mehrere Wallgräben sicherten die Ostflanke (Angriffsseite) und zwei die  Westflanke der Redoute des Eck-Passes  - auch auf Luftaufnahmen gut erkennbar. Zur Diskussion, ob es sich hier nur um eine anthropogene Hangterrassierung oder um natürliche Sprungkanten bzw. Bearbeitungsspuren durch die Landwirtschaft handelt, verweise ich auf meine ausführliche Stellungnahme.
 
Nachtrag im Februar 2017
 
Zunächst ist der Hinweis wichtig, dass ab Februar 2017 Google-earth neue Aufnahmen ins Netz gestellt hat, die ich hier ergänzend aufnehme. Sie bestätigen meine bisherigen Interpretationen in Sachen "Kommunikationslinien" und deren Verlauf - auch über die Pass-Straße hinweg weiter hinauf zum "Schlossboden".
 
 
  Quelle: © Google Maps, Bilder © 2017 Google, Kartendaten © 2017 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google
 
Auch diese Aufnahme zeigt die in der Landschaft gut erkennbaren Spuren der Fortifikation - rund um die "Eck"-Redoute.
 
 
Wie so oft ist die Landschaft im Winter sowie im Vorfrühling wesentlich aussagekräftiger, wenn es im die Bestimmung von Bodenspuren bzw. auffälligen Konturen in der Landschaft geht. Dies gilt im besonderen für jene Bereiche, die immer wieder Diskussionen in der archäologischen Interpetation auslösen: sind es tatsächlich Fortifikationsspuren oder lediglich Relikte landwirtschaftlicher Nutzung und Bearbeitung. Dass es in dem Fall "Eck" klare Spuren der einstigen Pass-Sicherung sind, sollen diese Fotos - aufgenommen im Februar 2017 - nunmehr abschließend und zweifelsfrei belegen. Gleichzeitig lassen die nun erstmals in dieser deutlichen Bodenform registrierten und dokumentierten Bodenspuren ein spezielles Sicherungssystem erkennen, das sich sehr homogen in das doch sehr umfangreiche Gesamtsystem einfügt und auch die Anbindung an die Fortifkkation auf der "Schlossboden"-Seite eindrücklich bestätigt.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
In Blickrichtung Süden auf die "Spitzkopf"-Kuppe.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Nur in dieser Jahreszeit sichtbar: das Steinkorsett des Wallkörpers der nord-westlichen Ecke von der kleinen "Eck"-Redoute.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Der massive westliche Wallkorpus in Blickrichtung Süden zum "Spitzkopf".
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Fortifkatorisches Ensemble: die Redoute mit ihren Kommunuikationslinien und Wallgräben.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Solche "plastischen" Fotos sollte eigentlich auch die letzten Zweifler überzeugen...
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
In Blickrichtung Süden die Glacis-Westflanke vom "Eck"-Pass.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Der vom "Eck"-Paß nach Süden führende Sperrwall (gelb) und der nach Westen ins Klemmbachtal laufende Sperrwall (orange).
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Die Fortsetzung des Sperrwalls unterhalb der Landstraße.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Der Verlauf (orange) des Sperrwalls bis hinunter ins Klemmbachtal - wichtigste Umgehungsmöglichkeit von "Eck" und "Hau".
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Blick auf das Gesamtsystem der "Eck"-Fortifikation.
 
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Die effektive Kombination aus Kommunikations- und Wall-Linien: das neue Interpretationsmodell vom "Eck"-Pass..
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Blick auf den langezogenen Sperrwall vom "Spitzkopf" bis an die "Eck"-Pass-Straße hinabführend.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Der lange Sperrwall (orange) - mit einem westlich vorgelagerten Graben und der nach Westen ziehenden Sperrwall (gelb).
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Blick in südwestlicher Richtung auf die beiden Sperrwall-Systeme westlich von der Redoute
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Der in Nord-Süd-Richtung laufende - über 6 Meter breite Sperrwall (orange) und der westliche Abzweiger (karminrot) mit bis zu 2 Metern Höhe.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Der massive, mit viel Steinmaterial errichtete Sperrwall - der einerseits nach Westen, aber auch nach Süden zieht.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Der Sperrwall zieht den westlichen Hang hinab ins Klemmbachtal.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Die "kuppige Abzweigung" der beiden Systeme.
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Blick über den Sperrwall in Richtung Westen mit freier Sichtverbindung zur "Sirnitz".
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017
 
Wenn das Gras höher steht, ist überhaupt nichts mehr erkennbar: deutliche Bodenspuren, die direkt zur bzw. von der Redoute weg führen.
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
In Blickrichtung Osten: deutlich heben sich drei Geländeauffälligkeiten ab.
 
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Diese drei Linien gehören eindeutig zur Redoute - kommen exakt von ihr und laufen nicht nur direkt auf den "Eck"-Pass zu,
sondern setzen sich über der Straße exakt weiter in nördlicher Richtung - und sind keine Flurstücke!
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Im Gelände jetzt gut erkennbar: der nach Norden laufenden Wallkorpus.
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017  
 
Der Sperrwall setzt sich exakt über der Pass-Straße im Gelände fort - und führt hoch zum westlichen "Schlossboden"-Areal.
 
 
 
  Quelle: © Google Maps, Bilder © 2017 Google, Kartendaten © 2017 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google   
 
Die Fortsetzungen der "Eck"-Kommunikationslinien in Richtung "Schlossboden" und ihre Verzweigungen .
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Freie Blickverbindung vom "Eck" zur Passhöhe "Sirnitz" (siehe unten).
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Freie Blickverbindung vom "Schlossboden" zur Passhöhe "Sirnitz".
 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.

 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Die großen Hauptsichtachsen zur Passhöhe Sirnitz (rot, orange, gelb) und die "internen" Kommunikations-Sichtachsen (weiß).
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Blick vom "Hau" (1)  über Neuenweg (2) auf den gegenüberliegenden "Eck"-Pass (3) und "Schlossboden" (4) sowie am Horizont die Passhöhe der "Sirnitz" (5).
(vergl. Foto unten) 
 
 
 
 
Foto & Grafik © Archiv Werner Störk 2017 
 
 
 
  Quelle: © Google Maps, Bilder © 2017 Google, Kartendaten © 2017 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google 
 
Die Verkehrsanbindungen von Neuenweg (rot) und rund um den Belchen.ijn Blickrichtung Osten. (Schönau).
 
 
 
 
  Quelle: © Google Maps, Bilder © 2017 Google, Kartendaten © 2017 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google  
 
Blick von der "Sirnitz" in Richtung Osten 
 
 
 
 

Quelle: © Google Maps, Bilder © 2016 DigitalGlobe, Kartendaten © 2016 GeoBasis-DE/BKG (© 2009), Google.& Grafik © Werner Störk 2016

 
Freie Sichtverbidnung von der "Sirnitz" (rot) auf den "Schlossboden" (gelb), die Sternschanze (karminrot) und die Redoutes auf dem "Hau" (grün),
die "Holder-Schanze" (orange) und die Passhöhe "Eck" (blau). 
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
In Blickrichtung Osten von der Passhöhe "Sirnitz" auf den "Schlossboden" und das "Eck" sowie den "Hau" (links der Belchen).
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
In Blickrichtung Osten von der Passhöhe "Sirnitz" auf den "Schlossboden" und das "Eck" sowie den "Hau".
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017 
 
Noch nicht geklärte Boden- und Vegetationsauffälligkeiten unterhalb der Passhöhe "Sirnitz". 
 
 
 
Foto © Archiv Werner Störk 2017  
 
Noch nicht geklärte Boden- und Vegetationsauffälligkeiten unterhalb der Passhöhe "Sirnitz".  
 
 

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