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   Internationale Festungen & Fortifikation  
Auch in der modernen Kriegsführung:
 Schanzen und Wälle ein.
Aus dem Weltraum auf Spurensuche
 
Spuren der kriegerischen Auseinandersetzungen
zwischen dem Irak und Iran in den Jahren
1980 - 1988
Foto © Werner Störk 2002
© USGS, EROS Data Center
& Helmholtz-Gemeinschaft
Deutscher Forschungszentren e. V.

Mit Kunstwerk ERDE präsentierte die Helmholtz-Gemeinschaft der Deutschen 

Forschungszentren e. V. in München eine brillante und in ihrer klaren Aussage-

kraft stark  beeindruckende Sonderausstellung. Mit "Bilder aus der Heimat - 

Ungewöhnliche Ansichten des blauen Planeten" und den "Stationen der Welt-

reise" gelang eine faszinierende Darstellung unserer Erde.

 
Fotos© Werner Störk 2002
  Helmholtz-Gemeinschaft © DLR
Deutscher Forschungszentren e. V.

Neben vielen Satellitenaufnahmen, die man einfach nur mit kindlichem 

Staunen aufnehmen und begreifen konnte, beschäftigte uns ein Foto 

natürlich besonders: Es  zeigt die Kriegsspuren am Persischen Golf 

 als Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen

 dem Irak und Iran (1980 - 1988).

 
...
Foto Werner Störk 2002
© USGS, EROS Data Center
& Helmholtz-Gemeinschaft
Deutscher Forschungszentren e. V.
In der unteren linken Bildhälfte sieht man den Fluss Schatt el-Arab, 
der im Süden die Grenze zwischen Irak und Iran bildet. Die
Linien und Kreise im der oberen Bildhäfte stammen von
Dämmen, Wällen und Schanzen, die von den Irakern
entlang der Grenze aufgeworfen wurden.
 
...
Erster Golfkrieg
Der Begriff Erster Golfkrieg bezeichnet den Grenzkrieg zwischen dem Iran 
und dem Irak, der vom 22. September 1980 bis zum 20. August 1988 an-
dauerte (auch Iran-Irak-Krieg im Unterschied zum Irak-Kuwait-Krieg, dem 
Zweiten Golfkrieg). Er endete ohne ein Ergebnis und mit hohen mensch-
lichen und wirtschaftlichen Verlusten auf beiden Seiten.
Situation vor Kriegsbeginn
Im Abkommen von Algier wurde im März 1975 der Grenzverlauf zwischen 
Irak und Iran am Arvand Rud (Schatt el Arab) in der Flussmitte festgelegt.
Dem Krieg lag die Absicht des irakischen Staatschefs Saddam Hussein 
zugrunde, dieses Abkommen zu revidieren und die volle Kontrolle über den
Schatt el Arab wieder zu erlangen, der eine wichtige Erdölexportader für 
den Irak war. Darüber hinaus befürchteten der Irak und andere arabische 
Länder der Golfregion nach der Februarrevolution 1979 gegen den Schah
eine Verbreitung des schiitischen Islam und eine Gefährdung ihrer eigenen
monarchistischen Machtpositionen.
Saddam Hussein deklarierte den Eroberungskrieg, der vor allem die iran-
ische Provinz Chuzestan zum Ziel hatte, als Befreiung Arabistans und hoffte
auf Unterstützung durch die überwiegend arabische Bevölkerung in dieser
Region. Der Irak genoss dabei erhebliche diplomatische, militärische und 
wirtschaftliche Unterstützung seitens der Sowjetunion. Er bezog außerdem
finanzielle Kredite von anderen arabischen Staaten (vornehmlich des öl-
reichen Kuwaits und Saudi Arabiens).
Zusätzlich wandte sich Europa (vor allem Frankreich) und in späterer Folge 
die Vereinigten Staaten von Amerika dem Irak zu und belieferten ihn mit Waf-
fen, Giftgas, Aufklärungsdaten und ökonomischen Hilfsgütern. Unter US-Prä-
sident Ronald Reagan lieferten 1986 die USA auch Waffen an den Iran. Der
Erlös ging an die Contra-Rebellen in Nicaragua, um die linksgerichtete Re-
gierung unter Daniel Ortega zu stürzen. Dieser Waffenskandal wurde 1986 -
1987 als Iran-Contra-Affäre in Washington, D.C. bekannt.
Kriegsverlauf
Gleich zu Beginn des Ersten Golfkrieges gab es am 7. Juni 1981 einen isra-
elischen Luftangriff mit zwei F-16 Kampfflugzeugen auf den im Bau befind-
lichen irakischen Atomreaktor "Osirak", bei dem ein französischer Techniker,
der die Technik darin installierte, getötet wurde. Israel begründete diesen Mi-
litärschlag gegen den Irak damit, dass es sich um eine vorbeugende Maß-
nahme gegen das irakische Atomwaffenprogramm gehandelt habe, da Israel
den Reaktor im Verdacht hatte, weniger der zivilen Stromgewinnung als viel-
mehr dem Bau einer irakischen Nuklearwaffe zu dienen. Es ist bis heute un-
klar geblieben, ob der Reaktor zivilen oder auch militärischen Zwecken die-
nen sollte.
1984 begann im Persischen Golf der sogenannte Tankerkrieg, der im Jahr 
1987 auf seinem Höhepunkt anlangte und in dessen Verlauf mindestens 
500 Tanker beschädigt oder zerstört wurden.
1985 kam es zum so genannten Städtekrieg, dem systematischen Raketen- 
und Artillerie-Beschuss iranischer Städte durch den Irak, wodurch viele Zivi-
listen getötet wurden.
Der Krieg war durch extreme Brutalität von Irak gekennzeichnet, einschließ-
lich des Einsatzes chemischer Waffen, (Tabun, Senfgas) (1984), die später
auch gegen die kurdische Zivilbevölkerung sowie Aufstände in grenznahen 
Gebieten zum Einsatz kommen sollten. Erzeugt wurden sie angeblich in von
Deutschland gelieferten Anlagen zur Pestizidgewinnung, woran auch eine in 
Teheran angebrachte Gedenktafel erinnern soll. Wegen der schlechten Be-
ziehungen Irans zur internationalen Gemeinschaft kam es nur zu verhaltenen 
Protesten gegen das irakische Vorgehen.
Die Taktik des Krieges ähnelte der des 1. Weltkrieges, mit opferreichen Well-
enangriffen und Grabensystemen auf beiden Seiten (siehe Grabenkrieg). Im 
Juni 1982 gewann ein erfolgreicher iranischer Gegenschlag die Gebiete zu-
rück, die zuvor an den Irak verloren waren. Der Irak bot die Beendigung der 
Feindseligkeiten an, da ein vollständiger iranischer Sieg möglich erschien, 
aber der Iran beharrte auf der Zerstörung des irakischen Regimes und dehnte
so den Krieg auf weitere sechs Jahre aus.
Die anhaltenden Feindseligkeiten führten, trotz der Präsenz westlicher Marine-
kräfte zum Schutz der Golfküste, zum Tod von 37 US-Matrosen bei einem irak-
ischen Raketenangriff am 17. Mai 1987 auf die US-Fregatte "Stark" sowie zum
Abschuss eines iranischen Passagierflugzeuges durch den US-Kreuzer "Vin-
cennes" am 3. Juli 1988 (laut offizieller Version durch die Verwechslung mit 
einem Militärflugzeug), bei dem alle 290 Passagiere und die Besatzung getötet 
wurden.
Ergebnis
Der Krieg war für beide Länder verhängnisvoll. Er kostete schätzungsweise einer 
Million Menschen das Leben und warf die ökonomische Entwicklung durch stag-
nierende Ölexporte zurück. Der Irak hatte eine erhebliche Schuldenlast bei seinen
ehemaligen arabischen Unterstützern abzutragen, was mit zum folgenden Überfall 
Saddam Husseins auf Kuwait am 2. August 1990 beitrug.
Am Ende des Krieges blieben die Grenzen unverändert. Zwei Jahre später, während
des Zweiten Golfkrieges mit den USA, den Briten und anderen westlichen Mächten, 
unmittelbar nach der Eroberung Kuwaits, erkannte Saddam Hussein die iranischen 
Rechte über die östliche Hälfte des Schatt el Arab an, was eine Anerkennung des 
Status Quos bedeutete, dem er zehn Jahre zuvor die Zustimmung verweigert hatte.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Golfkrieg
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Foto Werner Störk 2002
© USGS, EROS Data Center
& Helmholtz-Gemeinschaft
Deutscher Forschungszentren e. V.
Die Geschützschanzen, viele in Sternform aufgeschüttet, waren in dem sumpfigen Gelände mit Gräben umgeben, die man 
im Verteidigungsfalle fluten konnte.
 
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Foto Werner Störk 2002
© USGS, EROS Data Center
& Helmholtz-Gemeinschaft
Deutscher Forschungszentren e. V.
Deutlich sichtbar: Die Sternschanzen mit ihren Geschützen,keine dreihundert Jahre, sondern erst wenige Dekaden alt ...

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