AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Werkrealschule
D- 79650 Schopfheim

Der Natur abgeschaut: Einfache, aber sehr effiziente Defensivsysteme 
Wolfsangel & Wolfsanker
 Von Ludern, Angeln, Ankern, Eisen, Haken, Gruben, Tellereisen, Trittfallen und Ketten.
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Wolfsjagd - 
von Wolfseisen, Wolfsangel, 
Wolfsgruben & Wolfsankern

Bericht der Badischen Zeitung über die neue Sonder-
ausstellung im Städtischen Museum von Schopfheim
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Fotos © Werner Störk 2010
Die "große Wolfsangel" bestand - wie dieser Nachbau zeigt - oben aus einem bügelähnlichen Halter, dem "Anker"
und einer daran fixierten Kette mit einer frei beweglichen "kleinen Wolfsangel", auf deren zwei gegenläufigen Spitzen 
das Luderfleisch befestigt wurde. Der "Anker" wurde über eine starke Astgabelung gelegt, so dass das Luderfleisch 
ungehindert - entsprechend der Windrichtung - eine optimale Geruchswelle ausbreiten konnte: Ein verlockendes
Angebot für den Wolf. Die Bügelform erlaubte nicht nur die Platzierung an fast jeder Astgabel, sondern war auch 
dann sehr wirksam, wenn der Ast nachgab oder brach und der Wolf versuchte, mit dem "Anker" zu flüchten: Im hin-
dernisreichen Unterholz war seiner Flucht sehr schnell zu Ende ...
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Aus unserem bislang noch nicht veröffentlichten Manuskript über 

Wolfsgruben, Wolfsangel und Wolfsanker

Copyright  © Werner Störk 2010
"... Ein nächtliches Anschleichen über die „Glacis“  wurde durch das Anlegen sog.Wolfsgruben erschwert. Um 
ein Umgehen dieser „Wolfgruben“ zu verhindern, wurden sie schachbrettartig über die gesamte Breite der „Glacis“ 
verteilt. Schon die Römer setzten sie als rein defensives, aber sehr gefährliches Verteidigungselement im Vorraum 
ihrer Militärlager ein.
Die „Wolfsgruben“ waren bis zu 1,80 Meter tiefe und bis zu 1,20 breite, nach unten immer enger werdende Fall-
gruben, die man zur Tarnung an der Oberfläche mit Ästen und Grassoden abdeckte. Auf der Bodensohle zen-
trierte man einen zugespitzten, im Feuer gehärteten Holzpfahl, der zusätzlich mit Seilen an den Seitenwänden 
des Falltrichters fixiert wurde.

Diese Sicherung sollte gewährleisten, dass wenn ein Angreifer in diese Grube fiel, er auch sicher vom Pflock durch-
bohrt wurde. Um dessen verheerenden Wirkung zu erhöhen, wurde die Pfahlspitze mit der Axt von unten her gegen-
läufig eingekerbt, so dass hölzerne Widerhaken entstanden, die je nach Sturzlage - im Bauch- und Rückbereich 
entsetzlich tiefe, nicht mehr operable Verwundungen rissen: Homo homini lupus - der Mensch ist dem Menschen 
ein Wolf.

Die im Krieg eingesetzte Wolfsgrube(siehe unten) hatte diese Methode aus der Jagd- und Fangtechnik für Wölfe 

übernommen. Um sie gefahrlos zu bejagen, wurden Fallgruben ausgehoben, deren Wände man entweder vertikal 

mit Holzbohlen oder sogar rundum mit Steinwerk auskleidete, um ein Hochspringen des Wolfes zu verhindern. Dann 

wurde in die Grube ein „Luder“ (übelriechender, da schon verwesendes Tierkadaver) gelegt, dessen intensiver Geruch 

den Wolf an die Grube heranlockte. Manchmal wurde, insbesondere um mehr Wölfe anzuziehen, ein lebendes Stück 

Kleinvieh - z. B. ein Schaf oder eine Ziege - in der Grube angepflockt, dessen Blöcken oder Meckern dem Rudel 

leichte  Beute signalisierte. Sprang ein Wolf hinein, um sich an der vermeintlichen Beute gütlich zu tun, saß er in der 

Falle. Es war ihm unmöglich, die bis zu drei Meter hohen und glatten Wände zu überwinden. Der so gefangen gesetzte 

Wolf wurde mit Steinen erschlagen.

Eine andere, noch grausamere Methode war das Fangen der Wölfe mit einer Wolfsangel. Sie bestand aus einer 

eisernen Kette, bis ca. 1 Meter lang, an deren oberen Ende ein balkenförmiges Quereisen befestigt war, mit dem 

die Kette zwischen Astgabeln problemlos aufgehängt werden konnte. Die Kette hing nun frei nach  unten. An un-

teren Ende hatte man in das letzte Kettenglied ein frei bewegliches, an beiden Seiten angelhakenartig zugespitz-

tes, bis ca. 20 cm langes Quereisen eingearbeitet, an dessen Außenspitzen nun das Luder aufgesteckt wurde.

Der intensive Geruch lockte den Wolf an den Baum und suggerierte ihm leichte Beute. Das Luder war jedoch in 

einer solchen Höhe angebracht, dass der Wolf hinaufspringen musste, um das Stück Fleisch zu fassen. In dem 

Moment, wo sich sein Fang über dem Stück Fleisch schloss, drang die eiserne Hakenspitze tief in sein Maul und 

der daran angebrachte Widerhaken schlug sich durch das Eigengewicht den zurückfallenden Körpers unlösbar fest: 

Der Wolf hing nun hilflos - wie ein Fisch - an der „Wolfsangel“ und verblutete bzw. erstickte - oder wurde mit einem 

Knüppel erschlagen.

Das "Wolfseisen" stellt wohl die ursprüngliche Ausgangsform der "Wolfsangel" dar: Ein massives Flach- oder Rund-

eisen, an den beiden Enden umgeschmiedet und mit Spitzen versehen, wobei eine der Spitzen als Baumhaken und 

die andere als "Fanghaken" für den Wolf diente. Dieser wurde leicht nach oben gebogen, um beim Zubiss des Wolfes 

in das Luderfleisch dessen oberen Rachenbereich zu durchbohren. Durch das Eigengewicht des Tieres bliebt es so 

hilflos am Wolfseisen" hängen, verblutete bzw. erstickte oder wurde von den Bauern mit einem Knüppel erschlagen. 

Das "Wolfseisen" bezeichnete man auch als "Doppelhaken"

Diese Jagdmethoden wurden vor allem von den Bauern praktiziert, da der Wolf das einzige Tier war, das  sie mit Er-

laubnis der Herrschaft jagen dürften - verbunden mit einer gern gesehenen Belohnung. Fischfang (mit Ausnahme für 

das Fischen im Stadtgraben) und die Jagd war einzig und allein das Privileg der Herrschaft. Das Jagdrecht auf Hoch-

wild blieb so auch bis 1848 dem Hochadel vorbehalten, dem niederen Adel blieb das Niederwild - was sich heute noch 

in der übernommenen Einteilung der bejagbaren Tiere widerspiegelt. Jagdfrevel, also Wilderei, zählte als Kapitalver-

brechen und wurde auch so bestraft.

Da der Wolf als Prädator, also als echter Räuber und Beutegreifer, sich - neben dem Niederwild - auch an das Hoch-

wild wagte, war er für den Adel eine ungeliebte Konkurrenz und ein Trophäenräuber. So überließ man die Wolfsjagd 

gerne den Bauern, die den auch bei ihnen so verhassten Jäger oft zu Hunderten zur Strecke brachten. Mittelalterliche 

Mythen und vor allem aber christlich-religiös verbrämte Vorurteile und Ängste, in denen der Wolf nicht nur als das böse, 

gierige, blutrünstige und mordlustige Tier schlechthin gesehen wurde, sondern auch als persönlicher Vertreter des Teu-

fels auf Erden, führten so zur fast völligen Ausrottung dieser Spezies. Im Wiesental finden sich 1819 die letzten Spuren 

von Wölfen.

Die gezielte Entnahme des Wolfes als Beutegreifer, der in der Nahrungskette des Waldes ganz oben steht, führte na-

türlich dazu, dass sich ohne diesen natürlichen Feind das Hoch- und Niederwild stark vermehrte. In der Jagd fand der 

Adel so nicht nur ein beliebtes gesellschaftliches Vergnügen, sondern auch eine günstige Bezugsquelle für Nahrungs-

mittel, aus der man gerne auch die Bediensteten versorgte: „Der Reichthum an Fischen und Wild war so massenhaft, 

dass noch im folgenden Jahrhundert im Stadtbuch von 1585 den Herrschaften verboten wurde, ihren Dienstboten 

mehr als einmal in der Woche Hirschfleisch oder Lachs in der Woche aufzutischen!“.55)...".(ZE)

Hinweis: Quellenhinweise nicht vermerkt. Weitere interessante und sehr informative Seiten finden Sie zu diesem 

Thema hier :

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-1-Maerchen-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-2-Wolfsangel-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-3-Wehrwolf-Werwolf-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-4-Wolfsgruben-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-5-Wolfsgarten-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Kraehenfuss-Kraehenfuesse-Fussangel-Wolfsangel-Wolfsanker.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wehrwolf-Werwolf-Wehrwoelfe-wervolves.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Kraehenfuss-Fussangel-Wurfeisen-Wolf.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wassernuss-trapa-natans.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Buche-Bucheckern-Wassernuss-Esskastanie.html
 

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Fotos © Werner Störk 2010

Neben der "Wolfsangel" mit Kette gab es auch das "Wolfseisen" oder der "Wolfshaken", ein massives Flach- oder 

Rundeisen, an den beiden Enden umgeschmiedet und mit Spitzen versehen, wobei eine der Spitzen als Baumhaken 

und die andere als "Fanghaken" für den Wolf diente. Dieser wurde leicht nach oben gebogen, um beim Zubiss des 

Wolfes in das Luderfleisch dessen oberen Rachenbereich zu durchbohren. Durch das Eigengewicht des Tieres bliebt 

es so hilflos am Wolfseisen" hängen, verblutete bzw. erstickte oder wurde von den Bauern mit einem Knüppel er-

schlagen. Das "Wolfseisen" bezeichnete man auch als "Doppelhaken"

Ein kanadischer Fallensteller wies uns darauf hin, dass das "Wolfseisen" oft so abgebildet wird, dass auch der untere 
"Fanghaken" direkt auf dem Baumstamm aufliegt (wir haben dies unten nachgestellt). Fangtechnisch ist es jedoch ef-

fektiver, wenn dieser Hakenbereich ca. 6 - 10 cm vom Stamm absteht. Durch den Biss des Wolfes und sein gleichzei-

tiges Zurückfallen schlägt der Fanghaken durch das Eigengewicht des Wolfskörpers wesentlich stärker durch als in 

der anderen Position: Der Aufprall des Hakenbogens auf den Stamm verstärkt so die Durchschlagskraft der Hakenspitze.

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Fotos © Werner Störk 2010

Eine weitere Form ist die "kleine Wolfsangel" oder der "Wolfshaken": Neben dem Einsatz der typischen "Wolfsangel"
mit "Anker" und Kette und mit dem freihängendem Luderfleisch - kam die "kleine Wolfsangel" (oben links ein Original, 

daneben die Rekonstruktion) oder der "kleine Wolfshaken" vor allem mit bodennah ausgelegtem Luderköder zum Ein-

satz: 

Der hungrige Wolf verschlang das mit einer "Wolfsangel" gespickte Luder, wobei sich der Haken beim Zubeißen entweder

in den Gaumen oder Zungenbereich bohrte und im Rachen des Wolfsfanges stecken blieb - was beides einen qualvollen 

Erstickungstod bzw. ein Verbluten zur Folge hatte. Da die Spitzen der "kleinen Wolfsangel" bzw. des "Wolfshakens" an 

den jeweiligen Enden geschärft waren, bohrten sich  gleichzeitig beide Seiten bei ersten Zubeißen in den oberen wie unte-

ren Rachenbereich, wobei die gebogenen Hakenschenkel als zusätzliche Widerhaken dienten. 

"Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum in München hat zwei originale Wolfsangeln in seinen Beständen. Ausgrabungen 

an der in den 1450er Jahren durch Brand zerstörten Ruine Falkenburg bei Detmold- Berlebeck förderten im Jahr 2009 etwa 

20 doppelhakenförmige Wolfsangeln zutage, und interessanterweise fand man in einem Keller der Ruine auch noch Wolfs-

knochen." Quelle: http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/wolfsangel.htm

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Fotos © Werner Störk 2010

Ein richtig geformter "Wolfshaken" benötigt eigentlich keine weitere Querstreben - wir haben dies ganz praxisnah als Experiment mit 

unterschiedlichen Gewichten (40 - 70 kg) und massiven Seitenbewegungen durchgeführt: Nur wenn der obere Teil des "Wolfshakens" 

nicht richtig in den Baum eingeschlagen wurde,  konnte es passieren, dass sich der Haken löste - da das Tier aber bereits zu diesem 

Zeitpunkt eine massive Verletzung im Fang aufwies, dürfte es dies wohl kaum überlebt haben. Weitere Fotos und Erläuterungen finden 

Sie auf den oben aufgelisteten Direktlinks.

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Sammlung & Fotos © Werner Störk 2010

Historische Krähenfüße und ihre vermutlich natürlichen Vorbilder: Wassernüsse: Nach unseren intensiven Recherchen steht 
zumindest für uns  fest, dass die Fuß- wie die Wolfsangel, die Trittfalle wie der Krähenfuß un- und mittelbare natürliche Vor-
bilder in der Wassernuss haben und vom Menschen - entsprechend seiner ihm zur Verfügung stehenden Materialien - nach-
geahmt, verbessert und den jagd- und wehrtechnischen Anforderungen angepasst wurden. Weitere Fotos und Erläuterungen
finden Sie auf den oben aufgelisteten Direktlinks.

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Sammlung & Fotos © Werner Störk 2010

Es ist auffallend, dass die äußere Form der zweidornigen Wassernuss stilisiert stark dem "Anker" 

einer "Wolfsangel" ähnelt und somit Vorbild für diese Gerätschaft sein könnte. "Wolfsangel" und 

"Fußangel" haben identische Funktionen - als Jagdgerät und Defensivwaffe. Weitere Fotos und 

Erläuterungen finden Sie auf den oben aufgelisteten Direktlinks.

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"Wolfsangel",  "Wolfsanker" und "Wolfshaken" (auch "Wolfseisen""Doppelhaken") finden sich 

in vielfältiger Form auch in der Heraldik (Wappenkunde) und so auch in den Wappen von zahl-

reichen Ortschaften, Städten und Landkreisen wieder - hier die dazugehörenden Direktlinks: 

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Wolfsangel Wolfsanker Wolfseisen
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Foto © Werner Störk 2010

Der exakte Nachbau von Krähenfüssen und Wolfsangeln erfordert nicht nur manuelles Geschick,
sondern auch handwerkliches Fachwissen und Können - Fähigkeiten, wie sie Günter Waßmer
(Maulburg) als Schlossermeister mit Schmiedeausbildung besitzt. Schon seit Jahren ein wichtiger 

Kooperationspartner für die AG Minifossi, ehrenamtlicher Beantragter beim RPS, Landesdenk-

malamt Freiburg (Bodendenkmalpflege), versierter Heimatforscher und engagiertes Mitglied im 

Geschichts- und Kulturverein Maulburg, erklärte er sich spontan bereit, uns solche Rekonstruk-

tionen exakt nach historischem Originalfund anzufertigen - dafür an dieser Stelle ein besonderes 

Dankeschön - und auf weiterhin so ausgezeichnete Zusammenarbeit.

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Handgeschmiedete

Krähenfüße

Herstellung von

Krähenfüßen

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Wolfsgruben, in der Kriegswissenschaft, Annäherungshindernis (bei Feldverschanzungen), bestehen 

entweder aus pyramidalischen, oder konischen Gruben, welche im ersten Falle zur Seitenlänge der 

Grundfläche oder im letztern Falle zum Durchmesser der Grundfläche 5 bis 6 Fuß erhalten und eben 

so tief gemacht werden. In der möglichst spitzen Sohle dieser Gruben wird noch ein 5 Fuß langer und 

2 bis 3 Zoll dicker Pfahl, der oben zugespitzt ist und das Einspringen in die Grube erschweren soll, 

2 Fuß tief eingegraben; gewöhnlich werden die Wolfsgruben in drei Reihen schachbrettförmig hinter-

einander angelegt, weil sie dann nicht so leicht durch die Zwischenräume passiert werden können. 

Gegen Kavallerie und Artillerie sind sie ein vorzügliches Hindernismittel. Die gewonnene Erde wird in 

den Zwischenräumen wohl aufgeschüttet, was aber oft den Nachtheil haben kann, dass dadurch ein

 Theil des vorliegenden Terrains maskiert wird, vorzüglich wenn die Schanze, vor welcher dieselben

 angelegt sind, an einem Bergabhange liegt. Man legt die Wolfsgruben 10 bis 20 Schritte vor dem 

Graben, auch im Vorgraben und selbst im Graben an. Eben so können sie dazu dienen, detach-

ierte Werke mit dem Hauptwerke zusammen zu hängen, so wie die Kehle hinter offenen Werken 

zu schließen.“

 

Quelle: „Oekonomische Encyklopädie“ von J. G. Krünitz, 1773 bis 1858, 242 Bände

http://www.kruenitz1.uni-trier.de/

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