AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
 Werkrealschule
D- 79650 Schopfheim

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Hinweise in der Heraldik (Wappenkunde)
Wolfsangel & Wolfsanker
Auf den historischen Spuren der einstigen Jagdgerätschaften 
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... Webdesign Werner Störk 2010

"Wolfsangel" (links), "Wolfsanker" (Mitte) und "Wolfshaken" (rechts, auch "Wolfseisen""Doppelhaken", "Wolfshaken") fin-

den sich in vielfältiger Form auch in der Heraldik (Wappenkunde) und so auch in den Wappen von Ortschaften und Städten 

wieder - hier eine kleine Auswahl ...

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Wolfsjagd - 
von Wolfseisen, Wolfsangel, 
Wolfsgruben & Wolfsankern

Bericht der Badischen Zeitung über die neue Sonder-
ausstellung im Städtischen Museum von Schopfheim
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Webdesign & Zusammenstellung © Werner Störk 2010

In der untersten Linie (oben) haben wir jene 6 Wappen zusammengestellt, deren "Wolfsangel" aber

als "Forsthaken" bezeichnet wird und auf den einstigen Waldreichtum hinweisen soll. Da diese Deutung
in mehreren aktuellen Internetauftritten der jeweiligen Gemeinden und Städte zu finden ist, wollen wir 
- ohne uns in den wissenschaftlichen Diskurs einzuschalten - auf jeden Fall und der Vollständigkeit 
wegen hingewiesen haben.

Auch die Interpretation der "Wolfsangel" als "Mauerhaken" kann ggfs. dann irreführend sein, denn 

wenn die "Wolfsangel" nicht mittig durchbohrt ist, deutet dies nur darauf hin, dass es sich um das 

ursprüngliche doppelhakige "Wolfseisen" handelt. Dort, wo sich die "Wolfsangeln" mit überwiegend 

abgerundeten Hakenformen dargestellt wird, sind sicherlich auch visuelle Bezüge zum sog. "Schwa-

nenhals" möglich.

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Webdesign Werner Störk 2010
Hier nun einige Beispiele für eine "Wolfsangel" mit einer mittigen Querstrebe ...
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Webdesign & Zusammenstellung © Werner Störk 2010
Webdesign Werner Störk 2010

Und nun einige Beispiele für einen typische "Wolfsanker" ... die runden Formen erinnern auch an den 

"Schwanenhals" (sog."Berliner Eisen") als weiteres Jagdgerät (ist aber von der Funktion her eine mit 

einem Köder auf Zugwirkung kombinierte Trittfalle wie auch das sog. "Tellereisen") ...

Bei den sich in der Heraldik oft wieder findenden Darstellungen von "Wolfsangeln" soll es um eine

„neue und verbesserte Ausführung" der Wolfsangel handeln, "denn die ursprüngliche Form des 

Ankers war ein Halbmond (Wolfsanker)". Quelle

Webdesign & Zusammenstellung © Werner Störk 2010

Hier nun einige Beispiele für ein typisches einfaches "Wolfsangel" oder auch "Wolfseisen", das man je 

nach Region als "Wolfshaken" oder "Doppelhaken" bezeichnete und das in verschiedenen Varianten in 

den Wappen zu finden ist: Einfach, doppelt, stehend, schräg, rechts- oder linksdrehend, liegend, mit 

spitzen oder abgerundeten Hakenspitzen ... 

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Webdesign & Zusammenstellung Werner Störk 20

Nicht  mit "Wolfsangeln" und "Wolfeisen" zu verwechseln sind die sog. "Salzhaken", die bei der 

Salzgewinnung zum Einsatz kamen.

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Webdesign & Zusammenstellung © Werner Störk 2010

Weitere exemplarische Beispiel in: Konrad Gappa (1999): Wappen - Technik - Wirtschaft

Bergbau und Hüttenwesen, Mineral- und  Energiegewinnung sowie deren Produktverwert-

ung in Emblemen öffentlicher Wappen, Band 1 - Deutschland, Nr. 76, Deutsches Bergbau-

museum Bochum ,ISBN 3 -921-533-65-1 oder die genaue Quelle über den Direktlink

Webdesign Werner Störk 2010

Dieses Wappen stellt auch keine "Wolfsangeln" oder "Wolfeisen" dar, sondern sog. 

"Zainhaken", wie sie in der Eisenverhüttung im Gebrauch waren ...

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Webdesign Wenner Störk 2010, 

 

Im ersten Moment zeigt das im Schild dargestellte Objekt eine gewisse 

Ähnlichkeit mit dem "Wolfsanker" - ist aber in Wirklichkeit eine sog.

"Wurfparte", eine Waffe der Ritter, um den Gegner vom Pferd zu reißen ...

Quelle http://mdzx.bib-bvb.de/codicon/inventiconCod.icon.%20312%20c.html
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Wegdesign Werner Störk 2010
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Bei unseren Recherchen sind wir aktuell nur auf dieses Wappen 
gestoßen, das ursprünglich wohl eine "Wurfparte" und heute einen 
"Anker" zeigt (wir verweisen auf die in der Heraldik typische Darstell-
ung der "Wurfparte" mit einem Seilstück) ...
"Das Wappen wurde dem Markt Kapfenberg auf Betreiben der 
Stubenberger hin am 15. Dezember 1639 von Kaiser Ferdinand 
III. verliehen und zeigt die Brücken von Kapfenberg. Das Wap-
pentier – ein Löwe mit Königskrone – hält in den Pranken das 
Wappen des Hauses Stubenberg, den Anker. Der Anker war 
jedoch vermutlich in früheren Zeiten eine Wolfsangel oder eine 
Wurfbarte. Die Wurfbarte, welche an einem Seil befestigt war, 
wurde als Waffe gegen Ritter verwendet. Erst später wurde diese 
Wappenfigur zu einem Anker, einem christlichen Symbol und 
Zeichen eines Ritter, welcher zum Kreuzzug auszog, umgedeutet." 
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kapfenberg
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Manuskriptauszug über 

Wolfsgruben, Wolfsangel und Wolfsanker

Copyright  © Werner Störk 2010
"... Ein nächtliches Anschleichen über die „Glacis“  wurde durch das Anlegen sog.Wolfsgruben erschwert. Um 
ein Umgehen dieser „Wolfgruben“ zu verhindern, wurden sie schachbrettartig über die gesamte Breite der „Glacis“ 
verteilt. Schon die Römer setzten sie als rein defensives, aber sehr gefährliches Verteidigungselement im Vorraum 
ihrer Militärlager ein.
Die „Wolfsgruben“ waren bis zu 1,80 Meter tiefe und bis zu 1,20 breite, nach unten immer enger werdende Fall-
gruben, die man zur Tarnung an der Oberfläche mit Ästen und Grassoden abdeckte. Auf der Bodensohle zen-
trierte man einen zugespitzten, im Feuer gehärteten Holzpfahl, der zusätzlich mit Seilen an den Seitenwänden 
des Falltrichters fixiert wurde.

Diese Sicherung sollte gewährleisten, dass wenn ein Angreifer in diese Grube fiel, er auch sicher vom Pflock durch-
bohrt wurde. Um dessen verheerenden Wirkung zu erhöhen, wurde die Pfahlspitze mit der Axt von unten her gegen-
läufig eingekerbt, so dass hölzerne Widerhaken entstanden, die je nach Sturzlage - im Bauch- und Rückbereich 
entsetzlich tiefe, nicht mehr operable Verwundungen rissen: Homo homini lupus - der Mensch ist dem Menschen 
ein Wolf.

Die im Krieg eingesetzte „Wolfsgrube“ hatte diese Methode aus der Jagd- und Fangtechnik für Wölfe übernommen. 

Um sie gefahrlos zu bejagen, wurden Fallgruben ausgehoben, deren Wände man entweder vertikal mit Holzbohlen 

oder sogar rundum mit Steinwerk auskleidete, um ein Hochspringen des Wolfes zu verhindern. Dann wurde in die 

Grube ein „Luder“ (übelriechender, da schon verwesendes Tierkadaver) gelegt, dessen intensiver Geruch den Wolf 

an die Grube heranlockte. Manchmal wurde, insbesondere um mehr Wölfe anzuziehen, ein lebendes Stück Klein-

vieh - z. B. ein Schaf oder eine Ziege - in der Grube angepflockt, dessen Blöcken oder Meckern dem Rudel leichte  

Beute signalisierte. Sprang er hinein, um sich an der vermeintlichen Beute gütlich zu tun, saß er in der Falle. Es 

war ihm unmöglich, die bis zu drei Meter hohen und glatten Wände zu überwinden. Der so gefangen gesetzte Wolf 

wurde mit Steinen erschlagen.

Eine andere, noch grausamere Methode war das Fangen der Wölfe mit einer Wolfsangel. Sie bestand aus einer 

eisernen Kette, bis ca. 1 Meter lang, an deren oberen Ende ein balkenförmiges Quereisen befestigt war, mit dem 

die Kette zwischen Astgabeln problemlos aufgehängt werden konnte. Die Kette hing nun frei nach  unten. An un-

teren Ende hatte man in das letzte Kettenglied ein frei bewegliches, an beiden Seiten angelhakenartig zugespitz-

tes, bis ca. 20 cm langes Quereisen eingearbeitet, an dessen Außenspitzen nun das Luder aufgesteckt wurde.

Der intensive Geruch lockte den Wolf an den Baum und suggerierte ihm leichte Beute. Das Luder war jedoch in 

einer solchen Höhe angebracht, dass der Wolf hinaufspringen musste, um das Stück Fleisch zu fassen. In dem 

Moment, wo sich sein Fang über dem Stück Fleisch schloss, drang die eiserne Hakenspitze tief in sein Maul und 

der daran angebrachte Widerhaken schlug sich durch das Eigengewicht den zurückfallenden Körpers unlösbar fest: 

Der Wolf hing nun hilflos - wie ein Fisch - an der „Wolfsangel“ und verblutete bzw. erstickte - oder wurde mit einem 

Knüppel erschlagen.

Das "Wolfseisen" stellt wohl die ursprüngliche Ausgangsform der "Wolfsangel" dar: Ein massives Flach- oder Rund-

eisen, an den beiden Enden umgeschmiedet und mit Spitzen versehen, wobei eine der Spitzen als Baumhaken und 

die andere als "Fanghaken" für den Wolf diente. Dieser wurde leicht nach oben gebogen, um beim Zubiss des Wolfes 

in das Luderfleisch dessen oberen Rachenbereich zu durchbohren. Durch das Eigengewicht des Tieres bliebt es so 

hilflos am Wolfseisen" hängen, verblutete bzw. erstickte oder wurde von den Bauern mit einem Knüppel erschlagen. 

Das "Wolfseisen" bezeichnete man auch als "Doppelhaken"

Diese Jagdmethoden wurden vor allem von den Bauern praktiziert, da der Wolf das einzige Tier war, das  sie mit Er-

laubnis der Herrschaft jagen dürften - verbunden mit einer gern gesehenen Belohnung. Fischfang (mit Ausnahme für 

das Fischen im Stadtgraben) und die Jagd war einzig und allein das Privileg der Herrschaft. Das Jagdrecht auf Hoch-

wild blieb so auch bis 1848 dem Hochadel vorbehalten, dem niederen Adel blieb das Niederwild - was sich heute noch 

in der übernommenen Einteilung der bejagbaren Tiere widerspiegelt. Jagdfrevel, also Wilderei, zählte als Kapitalver-

brechen und wurde auch so bestraft.

Da der Wolf als Prädator, also als echter Räuber und Beutegreifer, sich - neben dem Niederwild - auch an das Hoch-

wild wagte, war er für den Adel eine ungeliebte Konkurrenz und ein Trophäenräuber. So überließ man die Wolfsjagd 

gerne den Bauern, die den auch bei ihnen so verhassten Jäger oft zu Hunderten zur Strecke brachten. Mittelalterliche 

Mythen und vor allem aber christlich-religiös verbrämte Vorurteile und Ängste, in denen der Wolf nicht nur als das böse, 

gierige, blutrünstige und mordlustige Tier schlechthin gesehen wurde, sondern auch als persönlicher Vertreter des Teu-

fels auf Erden, führten so zur fast völligen Ausrottung dieser Spezies. Im Wiesental finden sich 1819 die letzten Spuren 

von Wölfen.

Die gezielte Entnahme des Wolfes als Beutegreifer, der in der Nahrungskette des Waldes ganz oben steht, führte na-

türlich dazu, dass sich ohne diesen natürlichen Feind das Hoch- und Niederwild stark vermehrte. In der Jagd fand der 

Adel so nicht nur ein beliebtes gesellschaftliches Vergnügen, sondern auch eine günstige Bezugsquelle für Nahrungs-

mittel, aus der man gerne auch die Bediensteten versorgte: „Der Reichthum an Fischen und Wild war so massenhaft, 

dass noch im folgenden Jahrhundert im Stadtbuch von 1585 den Herrschaften verboten wurde, ihren Dienstboten 

mehr als einmal in der Woche Hirschfleisch oder Lachs in der Woche aufzutischen!“.55)...".(ZE)

Hinweis: Quellenhinweise nicht vermerkt. Weitere interessante und sehr informative Seiten finden Sie zu diesem 

Thema hier :

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-1-Maerchen-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-2-Wolfsangel-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-3-Wehrwolf-Werwolf-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-4-Wolfsgruben-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wolf-5-Wolfsgarten-2003.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Kraehenfuss-Kraehenfuesse-Fussangel-Wolfsangel-Wolfsanker.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wehrwolf-Werwolf-Wehrwoelfe-wervolves.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Kraehenfuss-Fussangel-Wurfeisen-Wolf.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Wassernuss-trapa-natans.html

http://www.jugendheim-gersbach.de/Buche-Bucheckern-Wassernuss-Esskastanie.html
 

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