AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Glas, Gold & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

Kooperationen & Netzwerke

Unsere Kooperationen wurde auch in diesem Schuljahr "gehegt und gepflegt" und haben wieder interessante 

"Früchte" reifen lassen. 

Dazu zählt u.a. die aktive Mitarbeit die Kooperation mit "Transinterpret", angesiedelt im Institut für Physische 

Geographie der Universität Freiburg .Die bestehenden Kooperationen mit fachwissenschaftlichen Einrichtungen 

wie Universitäten und deren Fachinstituten laufen - wie gewohnt - weiter.

Hier einige Beispiele mit Direktlinks                             

Schulische Kooperationen verbinden uns u.a. mit der eigenen KOOP-Klasse und  dem forstwirtlichen Ausbil-

dungsstützpunkt Hasel. Mit beiden wurde eine ausgedehnte Hurstaktion auf der Schlechtbacher Schanze 

durchgeführt, deren Organisation und Betreuung in unseren Händen lag - ein echter Beitrag zur Denkmalpflege 

und Denkmalerhaltung. 

 

 

Direktlink http://www.jugendheim-gersbach.de/Hurstaktion-Schlechtbach-Schanze.html

Natürlich bestehen auch zur VHS gute Kontakte und gemeinsame Angebote (z. B. Goldwaschen in der Kander

siehe nachfolgende Fotos).

Fotos © Monika Albrecht VHS Kandern 20096 Ines Bode

Eine völlig neue Kooperation hat sich durch die Vermittlung von Frau Staatssekretärin Gurr-Hirsch, welche die

Barockschanze in Gersbach eröffnete, zwischen den Städten Eppingen und Schopfheim ergeben. Hier werden

wohl auf die nächsten Jahre wichtige Grundlagen für die touristische Vermarktung der Türkenlouis-Linie gelegt -

parallel zu unserem Großprojekt der Schwarzwald-Linie.

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Foto © Werner Störk 2009
Die Sonderausstellung "Architektur des Krieges - Schanze, Redoute und Chartaque des Türkenlouis"   
vom 29. März bis 10. Mai 2009 im Stadt- und Fachwerkmuseum "Alte Universität" in Eppingen.

Direktlink http://www.jugendheim-gersbach.de/Eppingen-Eppinger-Linie.html 

Direktlink Daten-1.html (Ausstellungen)

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Fotos © Werner Störk 2008
Vorher - nachher
Gemeinsame Hurst-Aktion für einen aktiven Denkmalschutz

Es ist die einzige Viereckschanze, die mit ihren mächtigen Bastionen auch heute noch einen authentischen 

Eindruck der einstigen Barockschanzen in unserem Raum widerspiegelt und erahnen lässt, welche hartes 

Schicksal die traf, die damals in Hand- und Fuhrfron als zwangsverpflichtete Schanzbauern diese Erdwerke 

errichten mussten. Allein um Schlechtbach wurden sechs solcher defensiven Wehranlagen errichtet, wobei 

diese große Redoute (Viereckschanze) eine der ganz wenigen ist, deren Baubeginn man auf das Jahr genau 

festlegen kann: Eingezeichnet auf einer hand-gemalten, geheimen Militärkarte aus dem Jahre 1700, das 

Werk eines habsburgisch-vorderösterreichischen Fortifikationsoffiziers, ist vermerkt: „Schanzen so noch zu 

machen sind“ - also nach 1701 errichtet wurden.

Als reines Erdwerk angelegt, besticht sich heute nicht nur durch den sehr guten Erhaltungszustand, sondern 

auch durch die Standfestigkeit ihrer steilen Wallkörper. Wie wichtig solche Hurstaktionen sind, zeigen drei 

Rutschungen, wo starker Wind dort stehende Bäume entwurzelt hat und die Wurzelteller tiefe Löcher hinter-

lassen haben, welche bei Regen sofort ausgewaschen und ständig erweitert werden.

Die Hurstaktionen auf der Schlechtbacher Schanze haben schon länger eine gewissen Tradition: Das letzte 

große Hursten liegt jedoch bereits schon mehr als sieben Jahre zurück und die Schanze drohte, nicht nur 

vom umgebenen Wald ganz eingeschlossen, sondern Meter für Meter, von ihm zurück-erobert zu werden.

Die Bäume erreichten bereits 15 Meter Höhe und der „grüne Stacheldraht“, die Brombeerranken, waren schon 

kurz davor, den Zugang zur Schanze für immer zu verwehren und die Redoute in einen Dornröschenschlaf fal-

len zu lassen.

Als „wachküssende Prinzen“ stellten sich die erfahrenden Forstwirt-Azubis vom Ausbildungsstützpunkt Hasel 

 unter der Regie ihres Ausbilders Göhring und des Revierleiters Siggi Locher bereit, assistiert von der  Koop-

Klasse 9 der Friedrich-Ebert-Schule aus Schopfheim - begleitet von den beiden Klassenlehrern Monika Timm 

und Erich Strütt - , die in einer gemeinsamen Aktion an zwei Tagen dem Dickicht hautnah auf den „grünen Pelz“

 rückten. Es war knochenharte Muskelarbeit und die belegten Brötchen und Getränke, die von der Ortsverwal-

tung Gersbach gestiftet wurden, waren willkommene „Kraftspritzen“. Hoch loderten die Flammen, als das anfal-

lenden Hurstmaterial verfeuert wurde oder als „Hack- und Verhau“-Hindernis aufgelegt, die Ostflanke der Schan-

ze nun zusätzlich deckt - ganz nach den historischem Vorbildern, wo solche Annäherungshindernisse wichtige 

Abwehrpunkte schufen.

Organisiert von der AG Minifossi, die mit vier Minifossis ebenfalls aktiv dabei waren, schälte sich, Stunde um 

Stunde, wieder mehr und mehr das ursprüngliche Profil der wuchtigen Schanze aus dem alles umwuchernden 

Grün. Jetzt liegt die Schanze offen, jedoch durch das zurückbleibende Wurzelwerk und den nachfolgenden 

Neu-Austrieb optimal vor Oberflächenerosion geschützt. Sie ermöglicht nun wieder einen Blick in die Geschich-

te vor dreihundert Jahren - und ist das historischen Pendant zur rekonstruierten Barockschanze in Gersbach.: 

Eine einzigartige Kombination, die es so in ganz Baden-Württemberg kein zweites Mal mehr gibt.

Direktlink http://www.jugendheim-gersbach.de/Hurstaktion-Schlechtbach-Schanze.html
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FoebbS RP Freiburg Abtl. 7 Schuljahr 2008/2009 © Werner Störk

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