AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

Fachbereich 2  Montanhistorisch orientierte Projekte
Aus unserem Archiv: 

Schiner-Schatzstein von Todtnauberg

Motiv aus dem "Schwazer Bergbuch"
Webdesign © Werner Störk 2003
Fotos und Grafiken zum
Schatzstein von Todtnauberg


Veröffentlichungen:

AG MINIFOSSI (1997): Der Kreuz- oder Schibefelsen, auch "Schatzstein von Todtnauberg" genannt,  in: Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins " Schau-ins-Land",Freiburg, 116. Jh. 1997, Seite 7 - 28.

STÖRK, WERNER (1997): Der Kreuzfelsen, auch "Schatzstein von Todtnauberg" genannt.
in: Das Markscheidewesen, Fachzeitschrift für Bergvermessung und Geoinformation, Lagerstättenbearbeitung und Bergbauplanung, Gebirgsbewegungen und Bergschäden, 104. Jg., Heft 2, Verlag Glückauf, Essen, Seite 63 - 69.

Weiterführende Literatur:

ABEL, ULRIKE & RIEDEL, PHILIPP (2002): Bannwald „Scheibenfelsen“ - Forstbezirk Kirchzarten, forstliches Wuchsgebiet Schwarzwald,
Einzelwuchsbezirk 3/10 „Westlicher Südschwarzwald“, Erläuterungen zur forstlichen Grundaufnahme 1998, Heft 36/2002, Freiburger forstliche
Foschung, Forstwissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg und Forstliche Versuch- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Der Kreuzfelsen oder Schibefelsen, auch „Schatzstein von Todtnauberg“ genannt
Text  ist  urheberrechtlich geschützt  und darf  nur mit Einverständnis des Verfassers
veröffentlicht werden. Fotos und Zeichnungen findet der interessierte Leser in den oben aufgeführten Veröffentlichungen. © ws -MINIFOSSI 1999

Der Kreuzfelsen
Foto: AG Minifossi


1. Lage

Der Kreuzfelsen (Abb. 1) liegt südlich von Todtnauberg und östlich von dem gleichnamigen Wasserfall, am historischen Verbindungsweg zwischen Todtnau und
Todtnauberg, dem Roßweg (Deutsche Grundkarte, 1: 5000, Blatt 8113, 26, Todtnauberg Süd, 34 20,8  Rechts, 53 00 01,2 Hoch). In der Bevölkerung und
der heimatlichen Sagenwelt trägt der Felsen auch den Namen Schibefelsen und Schatzstein.

Der monumentale Felsblock liegt als markante, einzelne Landmarke in geographischer Nord-Ost-Richtung. Seine Stirnseite, welche 15 eingemeißelte
Zeichen trägt, erreicht eine Höhe von 4 Metern und zeigt nach Süden. Seine weiteren Maße: Rund 2,50 Meter breit und 6 Meter lang. Legt man eine spezifische
Dichte des Granits von 2,7 g/cm3 zugrunde, so kann der Felsblock mit seinen geschätzten 30 Kubikmetern ein Gewicht von rund 80 Tonnen erreichen.

Der Felsen ist heute rundum begehbar. Der Boden steigt von der Südseite terrassenartig mit einer deutlichen Sprungkante an. Der Kreuzfelsen läuft
keilförmig auf den nordöstlichsten Punkt zu und erhebt sich dort einen Meter über der Erdoberfläche. Im Gegensatz zu seiner beeindruckenden Stirnseite ragt
der Felsen an seiner Nordseite mit nur noch zwei Meter aus dem Boden.

Der Kreuzfelsen liegt inmitten des alten Silberbergbaurevieres (13. bis 16. Jahrhundert) von Todtnauberg und in der Nähe der historischen Gauchgruben. Deren Stollenmundlöcher sind heute noch - in zugemauertem Zustand - zu besichtigen:  Gauch 1 liegt in der Haarnadelkurve der Landesstraße L 126 (Nähe Kiosk, am Pfad zu den Wasserfällen), Gauch 2 westlich neben dem heutigen Brunnenhaus „Zur Knappenquelle“.

Weitere Stollen in unmittelbarer Nähe zum Kreuzfelsen wurden letztmals 1781 von VERNIER 2 unter der Bezeichnung „Hangloch“ beschrieben und galten bis 1996 als nicht mehr auffindbar. Er hatte bei seinem Besuch zwei Stollen befahren: Einen auf die Gauchgänge angesetzten Tiefstollen sowie einen zweiten, aber nicht sehr weit vorgetriebenen Stollen, beide im Bereich des Wasserfall-Dobels.

Darstellung des Schatzsteines und seiner Zeichen
im  „Badischen Sagenbuch“ von
WAIBEL und FLAMM (1899) 

2.  Sagen um den Schatzstein

Im Jahr 1899 taucht erstmals im „Badischen Sagenbuch“ von WAIBEL und FLAMM 3 die Sage mit einer Darstellung des Schatzsteines und seiner Zeichen (Abb.2) auf:

„Der Schatzstein im Walde beim Todtnauer Wasserfall

Als die Franzosen im spanischen Erbfolgekrieg die Waldstädte zerstört hatten und durch das Wehratal herauf durch den Hotzenwald zogen, kamen plötzlich beim Todtnauberger Wasserfall die Österreicher über sie, so daß sie kaum noch Zeit fanden, ihre Kriegskasse zu bergen.

Um die Wende des vergangenen Jahrhunderts erhielt eine alte Todtnauer Familie, die in der Nähe des Schatzsteines begütert war, einen Brief von einem französischem Offizier aus Nancy - der einst sein Quartier in der Familie gehabt - worin er schrieb, am angegebenen Orte, so und so weit vom
Wasserfall habe das Regiment bei der Überrumpelung durch die Österreich viel Geld vergraben müssen.

Heute noch sucht man - besonders in der Fastenzeit - vergebens nach den Schätzen, und man erzählt über merkwürdige Vorkommnisse bei solchen Arbeiten. Die Runen am Stein, die von rätselhaftem Aussehen und offenbar sehr alt sind, nimmt das Volk las die Maße an, mittels derer man - sobald
man ihre Anwendung heraus hat - die genaue Lage des Schatzes leicht bestimmen kann.“  (4)

Ausgehend von der Schatzstein-Sage bei WAIBEL & FLAMM, geben nachfolgend mehrere Autoren das Sagengut in leichten Abwandlungen weiter. .. Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte den angegebenen Quellen.

 

Webdesign © Werner Störk 2003
Motiv aus dem "Schwazer Bergbuch"
Mineralien und Geologie
rund um Schwaz in Tirol
Schwazer Bergbau und
"aller Bergwerk Mutter"
Schwazer 
Silberbergwerk
Schwazer Bergbuch
Schwazer Wasserkunst
und Pochwerke


Weiterführende Literatur zum Bergbau im Schwarzwald 

Weiterführende Informationen zum Schwarzwaldgold   

Weiterführende Literatur über
Sagen im Schwarzwald   
Weiterführende Infos über die Flur-& Gewässernamen    
Weiterführende Informationen zum Thema
Gold                
Weiterführende Informationen zum Goldwaschen           

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