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Sonderseiten im Rahmen der WEA-Windpark-Diskussion Zeller Blauen - Neuenweg  
 
 
Werden Wahrheit und Ethik in der Wissenschaft beliebig?
 
Kollateralschäden der Energiewende im Denkmalschutz (4).
 
Exemplarisch aufgezeigt am Beispiel aktueller Veröffentlichungen in: "Im Krieg ist weder Glück noch Stern" (2021).
 
Hinweis: am 19.12.2021 wurde diese Informationsangebot neu strukturiert und mit einem 6. Prüffall versehen.
 
„Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erkenntnisse öffentlich zugänglich gemacht haben und ihnen dazu im Nachgang Unstimmigkeiten oder Fehler auffallen, berichtigen sie diese. Bilden die Unstimmigkeiten oder Fehler Anlass für die Zurücknahme einer Publikation, wirken die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei dem entsprechenden Verlag oder dem Infrastrukturanbieter etc. schnellstmöglich darauf hin, dass die Korrektur beziehungsweise die Zurücknahme erfolgt und entsprechend kenntlich gemacht wird. Gleiches gilt, sofern die Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler von Dritten auf solche Unstimmigkeiten oder Fehler hingewiesen werden.“ Quelle: "Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – Kodex", Deutsche Forschungsgemeinschaft Bonn, 2019.
 
Prüffall 4: Wolfsacker und Tannenkopf bei Elbenschwand/Fröhnd (Landkreis Lörrach).
Feuer und Flamme für den Denkmalschutz: Übersehene Besonderheiten auf dem Wolfsacker und dem Tannenkopf.
 

Dr. Andreas Haasis-Berner schreibt weiter auf S. 97: „Ein weiteres, recht einfaches Element besteht aus einem ca. 100 Meter langen, mehrfach gezackten Wallgraben (Elzach-Yach „Auf der Schanz“, Kleines Wiesental-Bürchau „Wolfsacker“, Todtnau-Muggenbrunn).“ Diese Feststellung bedarf einer Korrektur und Ergänzung. Dr. Andreas Haasis-Berner klammert in diesem Fall überraschend  und bezogen auf den „Wolfsacker“ die Tatsache aus, dass es sich hier nicht nur – wie er explizit in diesem Zusammenhang anmerkt – um eine „ca. 100 Meter lange“ Anlage (mit Redan) handelt, sondern dass sich nördlich davon zur Sicherung der Passübergänge nach Bürchau sowie nach Elbenschwand, unmittelbar noch eine weitere, dazugehörende Redan-Anlage anschließt Ein aus denkmalschützerischer Sicht eigentlich ganz besonders erwähnenswertes Ensemble als archäologische Gesamtheit mit einer Länge von über 300 Metern. Da sich in unmittelbare Nähe auch eine auf der Karte von 1701 eingetragene Signal- und Alarmstation zuweisen lässt, macht das Ensemble noch wertvoller. Es gibt wohl gewichtige Gründe, warum gerade diese Anlagen im Umfeld der WEA 7 nicht "wahrgenommen" wurde.

Neben der Holderschanze belegen eben auch und gerade die archäologischen Befunde auf dem Wolfsacker und dem Tannenkopf, wie sehr man seitens des LAD bemüht ist, die EWS-WEA-Planungen - für die man im Vorfeld die Standorte unter denkmalschützerischen Aspekten ja intensiv überprüft hatte, nicht durch "Neufunde" auf jenen Standorten zu gefährden. Da wird dann schon einmal angezweifelt, dass es sich um anthropogene Spuren handelt oder auch standhaft ignoriert, wenn reihenweise Fakten für die Existenz einer dort angesiedelten Alarmfeuer- und Sgnalstation auf den Tisch gelegt werden.

Mail von Dr. Andreas Haasis-Berner vom 26.06.2018, 15.29 Uhr: "Die Hinweise auf mögliche Terrassen am Tannenkopf habe ich mit den Kollegen diskutiert. Für uns sind die Hinweise nicht schlüssig genug, um hier eine anthropogene Herkunft zweifelsfrei nachweisen zu können. Die theoretische Möglichkeit, hier ein weit sichtbares Signalfeuer errichten zu können reicht nicht aus, ein solches auch zu belegen." Vom LAD vom Tisch gefegte "theoretische" Sachargumente für das Tannenkopf-Plateau als Standort einer Signal- und Alarmfeuer-Station (Elbenschwand, Fröhnd, Bürchau, Landkreis Lörrach, BW): spezielle zeitgenössische regionale Quellen (HStAS, LEO-BW, etc.) für Lärm- und Signalfeuer, vergleichende Standort-Studien über historische Lärmfeuer in der Schweiz und Österreich, mehrfache zeitgenössische Hinweise auf regionale Lärm- und Signalfeuer, generelle topografische Zuweisung über maßstäbliche (Stunden) historischer Militärkarte 1701, punktuelle Standortbestimmung über Wegstunden-Maßstab, topografischer Abgleich zwischen Wegstunden-Maßstab & metrischem System, topografisch ideal exponierte Sporn– bzw. Horstlage für eine Hochwacht, Hochwald freies Areal teilweise landwirtschaftliche Nutzung, freie Sichtverbindung (ca. 6.000 Meter) nach Norden zur Nachbarstation Böllen freie Sichtverbindung (ca. 3.000 Meter) nach Süden zur Nachbarstation Hochblauen, topografisch im Umkreis keine alternativen Standorte mit freier Sichtverbindung, freie Sicht auf alle invasionäre Angriffsrouten fremder Truppen ins Kleinen Wiesental, Flächen für Vorposten & Biwaks (Wachthütten, Zelte, Unterstände, Nachtlager), gute Operations- und Verpflegungsbasis, gesicherte Trinkwasserversorgung (Quellen), gesicherte Nahrungsmittelversorgung (nahe Höfe), optimale räumliche Entfernung zwischen Signalstation und Kommandostelle (4 km), minutenschnelle Vorposten-Kommunikation, kurzer Melde- und Befehlsweg (700 m), militärische Deckung der Signalstation durch Redan-Sperranlage 1 und militärische Deckung der Signalstation durch Redan-Sperranlage.

 
 

Foto © Archiv & Sammlung Werner Störk 2018

In Blickrichtung Osten: leicht erkennbar drei Terrassenstufen - links oben der Waldweg, also gut angeschlossen und erkennbar. 
 
 

Foto © Archiv & Sammlung Werner Störk 2018

Vom archäologisch versierten, fachlich geschulten Auge einfach übersehen.
 
 

Foto © Archiv & Sammlung Werner Störk 2018

Die Terrassen ziehen sich über eine Fläche von mehr als 300 x 100 Metern. Der starke Baumstamm markiert den Standort der geplanten WEA 7 - bei
deren Bau würden die ganzen Terrassen sowie der Kuppenbereich mit der dort angesiedelten Alarmfeuer.-und Signalstation für immer zerstört.
 
 

Foto © Archiv & Sammlung Werner Störk 2018

Die Terrassenkörper sind teilweise noch sehr gut erhalten. 
 
 

Foto © Archiv & Sammlung Werner Störk 2018

Auffällige Felsblockansammlung auf dem Kuppenbereich - alles "übersehen".... 
 
 

Foto © Archiv & Sammlung Werner Störk 2018

Blick über die Kuppe Richtung Bürchau. 
 
Quelle Google Earth 2021 Grafik Werner Störk © 2021
Schönau (rot), Holderschanze (gelb), Hau (grün) und Eck (blau)
 
 
Jeder Leser kann sich anhand von sechs exemplarisch ausgewählten Prüffällen
selbst einen sachgerechten Faktencheck
zusammenstellen:
 
 
Prüffall 1: Sternschanze von Böllen/Neuenweg.   
 
 
 
Prüffall 2: Holderschanze Neuenweg/Böllen.  
 
 
Prüffall 3: Mettlenkopf Gersbach.   
 
 
Prüffall 4: Tannenkopf & Wolfsacker Elbenschwand.   
 
 
Prüffall 5: Defensionssystem Schönau. 
 
 
 
Prüffall 6: Vordere & Hintere Linie Gersbach - Todtmoos-Au 
 
 
 
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Kollateralschaden & Denkmalschutz 
 
Interessante Web-Seiten ergänzen die bereits dokumentierten Fakten:
Der "Fall Raitbach" (2012/2013).
Die Holderschanze auf dem Holderkopf.
Einzigartige bastionierte Polygonalschanze:
Die Sternschanze von Neuenweg/Böllen 

Walderdbeer-Anbau im Hochmittelalter
Hangterrasssen am Tannenkopf.
Die Signalfeuer-Station am Tannenkopf
Die Redan-Anlagen auf dem Wolfsacker.
Schönau & Schönenbuchen:
Schanzen, Letzinen und Kapelle
Die Schanzen auf dem Mettlenkopf.
   
Als Diskussionsgrundlage sowie presserechtlich gilt immer nur die aktualisierte Webseite: 19.12.2021. 
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