AG MINIFOSSI
Arbeitsgemeinschaft Mineralien, Fossilien, Gold, Glas & Fortifikation
- Arbeitsgemeinschaft besonders befähigter Schüler -
Friedrich-Ebert-Schule Schopfheim
Gemeinschaftsschule
D- 79650 Schopfheim

 
Gemeinsam mit dem Forst: Denkmalschutz und Denkmalpflege im Wald
 Hurst-Aktion auf der Schlechtbacher Redoute
Freilegen der Schanze und Anlegen einer 50 Meter langen Hack- und Verhau-Linie
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Foto Erich Meyer © Archiv Werner Störk 2008
Die Schlechtbacher Redoute aus der Vogelperspektive im Winter 2002/2003 - die letzte Hurstaktion
liegt bereits ein Jahr zurück und der Neuschnee deckt die ganze Schanze konturreich zu
 
Foto Erich Meyer © Archiv Werner Störk 2008
 
 
Fotos © Werner Störk 2008
Diese beiden Aufnahmen am 17. und 19. Septmeberg 2008 von gleichen Standort aus fotografiert, sagen mehr 
wie 1.000 Worte und machen auch den Arbeitseinsatz deutlich, der von allen Beteiligten erbacht werden mußte.
 
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Fotos Erich Meyer© Archiv Werner Störk 2008
Zwischen diesen beiden Luftaufnahme liegen nur 5 Jahre - der Wald hat 2008 große Teile der Schanze wieder eingenommen 
und die Bäume haben bereits schon Höhen von bis zu 10 Metern erreicht - deshalb ...
 
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Die große Hurstaktion auf der Schlechtbacher Redoute
Mit den Hasler Forstwirt-Auzbis, der Koop-Klasse und den Minifossis
Es ist die einzige Viereckschanze, die mit ihren mächtigen Bastionen auch heute noch einen  authentischen Eindruck der einstigen Barockschanzen in unserem Raum widerspiegelt und erahnen lässt, welche hartes Schicksal die traf, die damals in Hand- und Fuhrfron als zwangsverpflichtete Schanzbauern diese Erdwerke errichten mussten. Allein um Schlechtbach wurden sechs solcher defensiven Wehranlagen errichtet, wobei diese große Redoute (Viereckschanze) eine der ganz wenigen ist, deren Baubeginn man auf das Jahr genau festlegen kann: Eingezeichnet auf einer handgemalten, geheimen Militärkarte aus dem Jahre 1700, das Werk eines habsburgisch-vorderöster-reichischen Fortifikationsoffiziers, ist vermerkt: „Schanzen so noch zu machen sind“ - also nach 1701 errichtet wurden. 
Als reines Erdwerk angelegt, besticht sich heute nicht nur durch den sehr guten Erhaltungszustand, sondern auch durch die Standfestigkeit ihrer steilen Wallkörper. Wie wichtig solche Hurstaktionen sind, zeigen drei Rutschungen, wo starker Wind dort stehende Bäume entwurzelt hat und die Wurzelteller tiefe Löcher hinterlassen haben, welche bei Regen sofort ausgewaschen und ständig erweitert werden.
Die Hurstaktionen auf der Schlechtbacher Schanze haben schon länger eine gewissen Tradition: Das letzte große Hursten liegt jedoch bereits schon mehr als sieben Jahre zurück und die Schanze drohte, nicht nur vom umgebenen Wald ganz eingeschlossen, sondern Meter für Meter, von ihm zurückerobert zu werden.
Die Bäume erreichten bereits 15 Meter Höhe und der „grüne Stacheldraht“, die Brombeerranken, waren schon kurz davor, den Zugang zur Schanze für immer zu verwehren und die Redoute in einen "Dornröschenschlaf" fallen zu lassen.
Als „wachküssende Prinzen“ stellten sich die erfahrenden Forstwirt-Azubis (Frank Formanski, Martin Brunner und Tobias Deiß) vom Ausbildungsstützpunkt Hasel  unter der Regie ihres Ausbilders Christoph Göhring und des Revierleiters Siggi Locher bereit, assistiert von der  Koop-Klasse 9 der Friedrich-Ebert-Schule aus Schopfheim - begleitet von den beiden Klassenlehrern Monika Timm und Erich Strütt - , die in einer gemeinsamen Aktion an zwei Tagen dem Dickicht hautnah auf den „grünen Pelz“ rückten. Es war knochenharte Muskelarbeit und die belegten Brötchen und Getränke, die von der Ortsverwaltung Gersbach gestiftet wurden, waren willkommene „Kraftspritzen“. Hoch loderten die Flammen, als das anfallenden Hurstmaterial verfeuert wurde oder als „Hack- und Verhau“-Hindernis aufgelegt, die Ostflanke der Schanze nun zusätzlich deckt - ganz nach den  historischem Vorbildern, wo solche Annäherungshindernisse wichtige Abwehrpunkte schufen.
Organisiert von der AG Minifossi, die mit vier Minifossis ebenfalls aktiv dabei waren, schälte sich, Stunde um Stunde, wieder mehr und mehr das ursprüngliche Profil der wuchtigen Schanze aus dem alles umwuchernden Grün. Jetzt liegt die Schanze offen, jedoch durch das zurückbleibende Wurzelwerk und den nachfolgenden Neu-Austrieb optimal vor Oberflächenerosion geschützt. Sie ermöglicht nun wieder einen Blick in die Geschichte vor dreihundert Jahren - und ist das historischen Pendant zur rekonstruierten Barockschanze in Gersbach.: Eine einzigartige Kombination, die es so in ganz Baden-Württemberg kein zweites Mal mehr gibt.
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Alle Fotos © Werner Störk 2008
Dank einem engagierten und hochmotivierten Team ist die Schlechtbacher Schanze nun wieder frei begehbar:
Ein herzliches Dankeschön gilt dem forstlichen Ausbildungsstützpunkt Hasel, der Koop-Klasse der Fried-
rich-Ebert-Schule Schopfheim und  den Minifossi - bereits in zwei Jahren trifft man sich wohl wieder!
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