Der Fall Raitbach
Forstlicher Wegebau vernichtet auf 400 Meter Länge einzigartiges Kulturgut
Dieser Fall hat landesweit Aufsehen erregt und eine intensive Diskussion über das Spannungsfeld
Archäologie und Forstwirtschaft ausgelöst. Zeitungen, Radio und Fernsehen griffen diesen Fall auf 
und berichteten über den nunmehr für immer zerstörten einzigartigen Wallgraben, einer historischen 
Kommunikationslinie (Lauf- und Verbindungsgraben zwischen zwei Schanzanlagen).
Einzigartig deshalb, da es die einzige noch begehbare Kommunikationslinie im gesamten Forsch-
ungsbereich zwischen Wehra, Wiese und Kander war - komplett erhalten mit z. T. sogar noch im 
Originalzustand abgedeckter Wallkuppe und Grabensohle. Die von der Wegebaumaßnahme be-
troffene Fläche beträgt weit über 2.000 qm. Gleichzeitig hat man das bestehende, selbst für Laien 
gut als Einheit erkennbare, einmalige, da aus verschiedenen Epochen bestehende Ensemble, rigo-
ros zerschnitten und damit gleich zweifach die Sachgesamtheit entwertet: einerseits die bestehen-
de Kombination und andererseits als Teil der Vorderen Linie und somit auch Teil der Gesamtlinie. 
Und dies zum wiederholten Male: denn bereits beim Bau des Sandwürfewegs sowie beim Ausbau 
der Forststraße Unterer Gleichenweg wurden die jeweils dort befindlichen Anlagen schon nachhaltig 
„beeinträchtigt“  (vergl. Karte). So wurde bereits zu jenem Zeitpunkt die Schanzbühl-Anlage einfach
„zerschnitten“ - es liegen also insgesamt drei massive Eingriffe in den archäologischen Bestand vor.
Im Jahr 2002 von der AG MINIFOSSI als solcher erstmals erkannt und dokumentiert, war es uns na-
türlich ein besonderes Anliegen,die Hintergründe, die zu der massiver Zerstörung eines schützenswerten 
Kulturgutes geführt haben, aufzuhellen und damit auch nachhaltig dafür Sorge zu tragen, dass sich ein 
solcher Fall nicht wiederholt.
Wir haben deshalb auf einer speziellen Website alle Informationen und Fotos zusammengetragen, damit
sich jeder, der sich wie wir einem aktiven Denkmalschutz verpflichtet fühlt, sich sein eigenes Bild von den
Fakten und den dafür Verantwortlichen zu machen. Sie erreichen die jeweiligen Seiten über das Anklicken
der nachfolgenden Bild-Buttons.


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Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Hintergündige Geschichte(n)
(1)
Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Eingriff in die Gesamtheit
(5)
Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Das Raitbacher Manifest
(2)
Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Der Fall im Fokus der Presse
(6)
Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Das Ausmaß der Zerstörung
(3)
Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Mit einer Drohne über die Schanzen
(7)
Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Behauptungen und Wahrheit
(4)

Der Fall Raitbach - alle Daten & Fakten 
Wie es einmal war und heute ist
(8)
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Fotos © Werner Störk 2002 und 2013
Der 2002 noch intakte historische Laufgraben, der die Funktion einer Kommunikationslinie, also einer Verbindung zwischen 
zwei Schanzanlagen, wahrnahm und auf dem rechten Foto die 2012 - 2013 auf den Wallgraben aufgeschüttete Forststraße, 
die den gesamten Wallgraben-Bereich auf 400 Meter Länge und einer Fläche von rund 2.200 qm komplett zerstörte. Wobei
die Forstverwaltung sich dazu verstieg, den originalen historischen Wallgraben als bereits schon bestehenden Maschinen-
weg zu klassifizieren, den man nur im Rahmen einer Hauptverbesserung instandgesetzt habe...
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Fotos © Werner Störk 2002 und 2013